Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Riesiger Datenklau

Sony sagt "Sorry"

RHH - Expired Image

Der Konzern will nun seine Sicherheitssysteme komplett überarbeiten.

Der Playstation-Hersteller hat sich für den Datenklau in seinen Netzwerken entschuldigt.

Tokio - Sony warb außerdem um das Vertrauen seiner Kunden. "Es tut uns zutiefst leid, dass wir unseren Kunden so viele Schwierigkeiten bereitet haben", sagte der für Videospiele zuständige Sony-Vertreter Kazuo Hirai am Sonntag (01.05.2011) bei einer Pressekonferenz. Hirai und weitere hochrangige Konzernvertreter verbeugten sich dabei lange - in Japan ist das eine Geste tiefer Entschuldigung.

Kostenlose Spiele als Wiedergutmachung

Der Sony-Vertreter versprach kostenlose Spiele als Wiedergutmachung und bessere Sicherheitsmaßnahmen für die betroffenen Online-Dienste, etwa zusätzliche Firewalls. Um weitere Datenlecks zu verhindern, sei der Konzern mit seinen Diensten in ein anderes Datenzentrum umgezogen. Es war das erste ausführliche Sony-Statement in dem Fall. Internetexperten werfen dem Konzern vor, auf veraltete Sicherheitsmechanismen zurückgegriffen und sich so angreifbar gemacht zu haben. "In Kürze" will Sony nun das Playstation-Network und die Qriocity-Dienste für Musik und Filme wieder schrittweise in Betrieb nehmen - noch in dieser Woche sollen sie verfügbar sein. Allerdings müssen alle Nutzer ihre Passwörter ändern, wie Hirai sagte.

Um die Kunden bei der Stange zu halten, lockt der Konzern mit kostenlosen Downloads für die Spielekonsolen. Alle Mitglieder des Playstation-Netzwerks sollten einmonatige kostenlose Premium-Mitgliedschaften erhalten. Sony spricht von einem "Welcome Back"-Programm. Auf diese Weise kämpft der Konzern um seine Kunden: Der Playstation-Hersteller war schon vor dem Hackerangriff im Wettbewerb mit Microsoft (XBox) und Nintendo (Wii) unter Druck geraten.
Zur Aufklärung des Hackerangriffs schaltete Sony die amerikanische Ermittlungsbehörde FBI ein.

Hackerangriff auf Sony - Das ist passiert

Hacker haben Informationen von Millionen Nutzern des Online-Dienstes "PlayStation Network" des Konzerns erbeutet. Es geht um Adressen, Passwörter und möglicherweise auch Kreditkarten-Nummern, warnte Sony die mehr als 75 Millionen Nutzer des PlayStation Network und des Video- und Musikservices Qriocity. Es könnte einer der größten Datenklaus der Geschichte werden.

Der japanische Elektronik-Riese hatte nach dem Hacker-Angriff vor einer Woche einfach den Stecker gezogen und die Dienste komplett abgeschaltet. Eine unbekannte Person habe sich Zugang zu persönlichen Daten wie Name, Adresse, E-Mail oder Geburtsdatum verschafft, schrieb Sony am späten Dienstag in Firmenblogs weltweit und informierte die Betroffenen. Auch Logins und Passwörter seien nach derzeitigem Kenntnisstand ausgespäht worden, möglicherweise auch die Liste der Käufe.

Kreditkarten-Informationen möglicherweise betroffen

"Obwohl es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass auf Kreditkarten-Informationen widerrechtlich zugegriffen wurde, können wir diese Möglichkeit nicht gänzlich außer Betracht lassen", warnte Sony. Die Kunden sollten nun besonders wachsam sein, um keinem Betrug aufzusitzen, und ihr Konto kontrollieren.

Das PlayStation Network und der Qriocity-Service haben weltweit mehr als 75 Millionen Kunden, viele davon in Deutschland. Über das PlayStation-Netzwerk können Nutzer miteinander Spielen, Chatten und Filme ansehen. Immer mehr Spiele für die Konsole PlayStation 3 und auch die mobile PlayStation Portable haben inzwischen Online-Komponenten. Unter dem Namen Qriocity vertreibt der Konzern Musik und Videos.

Rache eines Hackers?

Die Hacker waren vom 17. bis zum 19. April in die Kundendatenbanken eingedrungen. Wann die Dienste wieder eingeschaltet werden könnten, ließ Sony offen. In US-Medien hieß es, bis dahin könnte noch eine Woche vergehen. Wer hinter der folgenschweren Attacke stand, blieb zunächst unklar. Eine Vermutung ist, dass der Angriff ein Racheakt aus der Szene gewesen sein könnte, nachdem Sony einen Playstation-Hacker verklagte. Der junge Mann, der schon Apples iPhone gehackt hatte,  knackte den Schutzmechanismus der Konsole, so dass auf ihr kopierte und selbst gemachte Spiele laufen konnten. Die Anleitung dazu veröffentlichte er im Internet.

Nach der Klage einigten sich der Konzern und der Hacker außergerichtlich. Er musste versprechen, die Knack-Software nicht mehr zu vertreiben und schrieb daraufhin in einem Blog, er schließe sich einem Boykott von Sony-Produkten an. Sonys High-Tech-Konsole galt als besonders gut geschützt.