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Radio Hamburg

Gegen IT-Kriminalität

Erstes Cyber-Abwehrzentrum

Datenklau bei Sony

Hackerangriffe und Datenklau wie bei "Sony" nehmen in den letzten Jahren vermehrt zu.

Den Kampf gegen Computer-Kriminalität hat jetzt ein Cyber-Abwehrzentrum in Bonn übernommen.

Bonn - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will heute (Donnerstag) in Bonn das Nationale Cyber-Abwehrzentrum eröffnen. Die Einrichtung soll die Zusammenarbeit staatlicher Stellen im Kampf gegen Bedrohungen aus dem Internet verbessern. Das Zentrum hat seine Arbeit schon Anfang April aufgenommen. Seitdem wurden dort täglich zwischen drei und fünf neue Fälle von Angriffen aller Art auf Computersysteme registriert. Federführend ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Die Methoden von IT-Angriffen "werden immer raffinierter, und die Abwehr von Angriffen erfordert einen immer höheren Aufwand", zitiert die "Frankfurter Rundschau" aus dem aktuellen Lagebericht IT- Sicherheit 2011. Angriffe auf IT-Systeme habe es zwar schon immer gegeben, jedoch habe sich deren Intensität und Charakter verändert. "Zu der quantitativ hohen Zahl der Angriffe kommt eine neue Qualität zielgerichteter Attacken hinzu", heißt es in dem Bericht.
In dem Bericht wird laut "Financial Times Deutschland" auf vor zunehmenden Angriffen aus dem Internet auf mobile Kleincomputer gewarnt. "Eine zunehmende Herausforderung liegt in der raschen Verbreitung von Smartphones, Netbooks und Tablet-PCs, durch die die Angriffsfläche für Cyber-Kriminelle erheblich vergrößert wurde", zitiert das Blatt aus dem Bericht. Besonders für die Wirtschaft sei der Befund problematisch. "Da immer häufiger wichtige Geschäftsdaten auch von unterwegs genutzt, verarbeitet und über Mobilfunkschnittstellen übertragen werden, rechnet das BSI auch künftig mit einer Zunahme von Angriffen gegen mobile Endgeräte." (dpa)