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Radio Hamburg

Google+ startet

Googles Facebook-Feldzug

Google+

Mit Google+ will Google Facebook den Kampf ansagen.

Der Suchmaschinen-Gigant tritt mit dem neuen Projekt Google+ gegen das Online-Netzwerk Facebook an.

Mountain View - Google bläst zum Großangriff auf Facebook. Der Suchmaschinen-Gigant tritt mit dem neuen Projekt Google+ gegen das Online-Netzwerk an. Dabei will Google gezielt Schwachstellen von Facebook ins Visier nehmen: Als Stärke des neuen Dienstes präsentiert der Konzern, dass die Nutzer Informationen immer mit ausgewählten Menschen teilen statt mit allen ihren Online-Bekannten.

"Man steht zu unterschiedlichen Leuten in unterschiedlichen Beziehungen", erläuterte der für Software-Entwicklung zuständige Google-Manager Vic Gundotra. Im richtigen Leben teile man das eine mit Freunden von der Uni, anderes mit den Eltern - "und fast nichts mit dem Chef", argumentierte er. "Das Problem ist, dass heute jeder im Web den Stempel "Freund" aufgedrückt bekommt, und das Teilen von Inhalten unter diesem Freundschaftsbrei leidet."

Gundotra spielt damit auf Facebook an. Das weltgrößte soziale Netzwerk (bis zu 700 Millionen Nutzer weltweit) hatte zuletzt für Negativ-Schlagzeilen gesorgt, unter anderem mit versehentlichen und absichtlichen Massenparty-Aufrufen seiner Nutzer in Deutschland und einer umstrittenen Gesichtserkennungsfunktion.

Das Einteilen in verschiedene Gruppen ist zwar auch bei Facebook möglich, bei Google+ soll diese Funktion jedoch wesentlich einfacher sein und mehr im Vordergrund stehen. Auch die anderen Funktionen sind eher eine Weiterentwicklung der Facebook-Features, Google hat mit seinem neuen Dienst also das Rad nicht neu erfunden. Bleibt abzuwarten, ob sich das Netzwerk so gegen Facebook behaupten kann.

Google+ läuft vorerst lediglich im Testbetrieb mit einer kleinen Anzahl von Nutzern und kann nur auf Einladung genutzt werden. Wann es für die Allgemeinheit freigeschaltet wird, ist unklar.

Freundeslisten werden zu "Circles"

Bei Google+ teilen die Nutzer ihre Kontakte in sogenannte "Circles" (Kreise) ein, etwa für den Austausch mit Familienmitgliedern oder den Arbeitskollegen.

Interessen werden zu "Sparks"

Der Dienst besteht aus mehreren Bausteinen. Bei "Sparks" trägt man seine Interessen ein und bekommt dann einen Strom an Web-Inhalten zu dem Thema. Mit der Videoplattform YouTube und einem Dienst wie Google News hat der Internet-Konzern hier aus dem Vollen schöpfen. Will man etwas zu dem Thema beitragen, erreicht man die Google-Nutzer mit den selben Hobbys. Die Funktion von Facebooks "Gefällt mir"-Knopf übernimmt dabei die kürzlich gestartete Google-Alternative "+1".

Chats werden zu "Hangouts"

Bei "Hangouts" sind Videochats in größerer Gruppe möglich oder eine Unterhaltung per Text.

Seit Monaten war darüber spekuliert worden, dass Google an einem Gegenentwurf zu Facebook arbeitet. Bisherige Vorstöße in die Welt der sozialen Netzwerke wie der Dienst Buzz hatten sich eher als Fehlschlag erwiesen, das Google-Netzwerk Orkut war nur in einigen Ländern erfolgreich. Google ist aber praktisch gezwungen, Facebook etwas entgegenzusetzen, weil immer mehr Leute immer mehr Zeit dort verbringen - Zeit, die Google entgeht. Beide Internetfirmen machen
ihr Geld mit Werbung und deshalb ist es für sie überlebenswichtig, dass möglichst viele Menschen ihre Seiten besuchen.

Facebook experimentiert zudem gemeinsam mit dem Google-Erzrivalen Microsoft an einer "Sozialen Internet-Suche", bei der Informationen aus dem Bekanntenkreis eines Nutzers stärker im Vordergrund stehen.