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Radio Hamburg

Kanzlei will Namen veröffentlichen

Internetpranger für Pornogucker

Eine Kanzlei will die Namen von Gegnern ihrer Mandanten ins Netz stellen. Pikant: Bei diesen Mandanten handelt es sich zum Teil um Porno-Produzenten.

Das könnte unangenehm werden: Wer Pornofilme illegal herunterlädt, muss möglicherweise damit rechnen, dass er im Internet an den Pranger gestellt wird - und zwar von der Kanzlei U+C aus Regensburg. Sie vertritt zahlreiche Pornofilm-Produzenten und mahnt für sie Urheberrechtsverletzungen ab. Weil offenbar viele Porno-Konsumenten uneinsichtig sind und sich weigern, zu zahlen, will die Kanzlei  nach eigenen Angaben ab 1. September angeblich bis zu 150.000 Namen im Internet veröffentlichen.
Christoph Schnabel vom Hamburger Datenschutz, das klingt erstmal nach Säbelrasseln, trotzdem: Was halten Sie von der Androhung?
"Das Ganze ist problematisch. Es gibt da eine Entscheidung vom Bundesverfassungsgericht, auf die sich diese Kanzlei auch wohl beruft. Das Bundesverfassungsgericht hat in einer Entscheidung von 2007 gesagt, es könne zulässig sein, dass man den Namen von Gegnern veröffentlicht um damit für die eigene Kanzlei zu werben. Das ist aber eine Entscheidung, in der geht es um große Kapitalanlagefirmen, die dort genannt werden. Und da mag es auch nachvollziehbar sein. Aber auf das Nennen von Privatpersonen kann man das nicht so einfach übertragen."

Problematisch ist ja auch, dass die Gegner der Kanzlei - also Privatpersonen, die illegal Pornofilme im Internet heruntergeladen haben - offenbar nicht verurteilt worden sind.
Christoph Schnabel: "Es kann auch leicht zu irgendwelchen Verwechslungen kommen. Und es ist auch immer nur der Anschlussinhaber genannt. Das heißt, wenn ich jetzt in einer WG wohne, und der Anschluss ist auf einen angemeldet, dann steht dessen Name in dieser Liste drin - für alles, was irgendwelche Mitbewohner gemacht haben. Das gleiche bei Müttern oder Vätern, wenn die Kinder irgendwas gemacht haben."