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Radio Hamburg

Mit dem Warn-Button gegen Abzocke

Besserer Schutz vor Internet-Abofallen beschlossen

RHH - Expired Image

Der Bundesrat führt den Warn-Button zum Schutz vor Abo-Fallen im Internet ein.

Verbraucher sind in Zukunft besser vor versteckten Abofallen im Internet geschützt. Das hat jetzt der Bundesrat beschlossen.

Hamburg, 30.03.2012

Ob Kochrezepte, Intelligenztests oder Hausaufgaben-Hilfe: viele Online-Plattformen locken mit gratis-Angeboten, die sich am Ende als Kostenfallen entpuppen. Vor 10 Tagen erst hat das Hamburger Landgericht einen 28-Jährigen zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Er hat fast  70.000 Internet-Nutzer um rund 5 Millionen Euro betrogen. Der Bundesrat hat nun einen besseren Schutz für Verbraucher verabschiedet.

Warn-Button gegen Abo-Abzocke im Internet

Künftig wird es so eine Art Warn-Button geben. Das heißt, bevor man einen Online-Auftrag absendet, erscheint auf dem Bildschirm eine gesonderte Schaltfläche mit einer Angabe wie "zahlungspflichtig bestellen". Darauf stehen dann präzise Preis, Lieferkosten und Mindestlaufzeiten. Erst wenn dieser Button angeklickt ist, geht die Bestellung raus - und damit dann auch tatsächlich ein kostenpflichtiger Vertrag. Voraussichtlich im Sommer soll dieses Änderung greifen. 

Abzocke lauert im Kleingedruckten

Die Kostenfallen im Internet sind momentan sprichwörtlich im Kleingedruckten. An einer versteckten Stelle auf der Homepage oder in besonders kleiner Schrift ganz am Ende der Seite steht oft tatsächlich eine Preisangabe - aber die fällt den meisten Nutzern dieser sogenannten kostenfreien Angebote nicht auf. In dem Moment, wo Name, Adresse oder Bankdaten abgefragt werden, sollte man aufmerksam werden, denn kostenlose Angebote brauchen diese Angaben nicht. Wer diese Felder ausfüllt, ist in die Falle getappt - denn damit hat der Betreiber der Seite die persönlichen Daten und schickt eine Rechnung ins Haus - oder per E-Mail. Der Absender behauptet nun frech, Sie haben einen Vertrag abgeschlossen und sind verpflichtet, Geld für das Abo zu zahlen - oft sogar für ein oder zwei Jahre.

Müssen Sie Abo-Abzocke Rechnungen bezahlen?

Nein! Denn rein rechtlich ist ein sogenannter entgeltlicher Vertrag nicht zustande gekommen, solange der Preis gegenüber dem Nutzer nicht klar und deutlich angezeigt worden ist. Das muss also wissentlich und willentlich geschehen - im Kleingedruckten unterschieben gilt rechtlich nicht. Der entsprechende Teil im Vertrag muss so präzise formuliert sein, dass der Kunde oder Online-Nutzer nur noch "Ja" sagen muss.  Und wer auf Internet-Seiten vermeintlich kostenlos etwas runterladen will, hat nicht automatisch stillschweigend einen Abo-Vertrag abgeschlossen. Wer dann doch so eine Rechnung ins Haus bekommt, kann sich an die  Verbraucherzentrale zum Beispiel in Hamburg wenden - dort beschweren sich täglich Dutzende User.

Nehmen Sie Ihr Widerrufsrecht wahr

Grundsätzlich können Verträge, die über das Internet abgeschlossen worden sind, innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Und ganz wichtiges Detail hierbei: die Widerrufs-Frist läuft erst ab dem Zeitpunkt, an dem der Anbieter eine Belehrung in Textform erteilt hat. Das heißt: per Brief, Fax oder E-Mail. Wenn also die Rechnung wohlweislich erst nach 15 oder mehr Tagen ins Haus flattert, ist das Widerrufsrecht keinesfalls schon abgelaufen. Eine unberechtigte Forderung sollte möglichst per Einschreiben zurückgewiesen werden.