Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Privatsphäre

Facebook ändert Einstellungen für Teenager

New York, 17.10.2013
Mark Zuckerberg, Facebook Home

Facebook verändert die Einstellungen zur Privatsphäre für Teenager.

Facebook verändert die Einstellungen zur Privatsphäre für Teenager: Nutzer zwischen 13 und 17 Jahren werden künftig auch öffentliche Einträge machen können.

Teenager unter 18 Jahren bei Facebook konnten bislang keine Einträge vornehmen, die alle Nutzer ohne Einschränkung sehen konnten. Jetzt kippt das weltgrößte Online-Netzwerk diese Begrenzung. Nutzer im Alter zwischen 13 und 17 Jahren werden künftig auch für alle sichtbare öffentliche Einträge machen können. Bislang konnten die geteilten Texte, Fotos und Videos nur von ihren Freunden oder den Freunden der Freunde gesehen werden. Wenn die Teenies nun einen größeren Empfängerkreis zulassen, wird ihnen beim ersten Mal ein Warnhinweis angezeigt, wie Facebook am späten Mittwoch in einem Blogeintrag ankündigte.

Standard-Empfängerkreis auch geändert

Zugleich wird bei neuen Facebook-Mitgliedern im Alter zwischen 13 und 17 Jahren künftig als Standard-Empfängerkreis für ihre Einträge "nur Freunde" voreingestellt. Bisher waren die Informationen automatisch auch für Freunde von Freunden freigegeben.

Die Grundeinstellung für bestehende Nutzer ändert sich nicht, auch sie werden aber die Warnung bei ihrem ersten öffentlichen Eintrag bekommen. Der Warnhinweis besteht aus einem Pop-up-Fenster, in dem es heißt: "Wusstest Du, dass öffentliche Beiträge von jedem gesehen werden können, nicht nur von Personen, die du kennst?" Außerdem wird darauf hingewiesen, dass der Nutzer und alle in dem Beitrag markierten Freunde damit Freundschaftsanfragen und Nachrichten von Personen erhalten können, die sie nicht persönlich kennen. Eine kürzere zweite Warnung folgt, wenn man weiterhin öffentliche Einträge posten will.

Lest auch: Verbergen geht nicht mehr: Facebook macht alle Profile der Nutzer öffentlich

Wer früher bei Facebook nicht von anderen Nutzern über die Suchfunktion gefunden werden wollte, konnte dies einst ...

Facebook will verständlich sein

"Wir haben besonders auf eine klare, verständliche Sprache geachtet", sagte der Facebooks deutscher Politik-Verantwortlicher Gunnar Bender zu den Warnhinweisen. Facebook sei es wichtig, dass junge Nutzer erst öffentlich Beiträge posten könnten, nachdem sie auf diese Weise eine "Lernkurve" durchlaufen. "Wir wollen den Jugendlichen die Möglichkeit geben, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen." Es gebe etwa politisch engagierte Teenager wie zum Beispiel das pakistanische Mädchen Malala Yousafzai, für die weitreichende Kommunikationsmöglichkeiten wichtig seien. Die 16-Jährige, die sich für Kinderrechte einsetzt, war nach einem Attentat der Taliban weltbekannt geworden.

Privatsphäre sehr wichtig

Facebook verwies in dem Blogeintrag zugleich darauf, dass Teenager bei anderen Online-Diensten auch öffentlich posten könnten. Sie werden künftig ihre Einträge bei dem Online-Netzwerk auch für Abonnenten freischalten können. "Wir nehmen die Sicherheit der Teenager sehr ernst", betonte Facebook und verwies auf die Warnmeldungen. Um Privatsphäre und Datenschutz bei Facebook mit seiner mehr als einer Milliarde Mitglieder gibt es seit Jahren Diskussionen. In den USA stimmte Facebook nach Ermittlungen wegen einer verwirrenden Änderungen der Einstellungen regelmäßigen Kontrollen für 20 Jahre zu.

In Deutschland werfen einige Datenschützer wie Thilo Weichert aus Schleswig-Holstein dem Netzwerk systematische Regel-Verstöße vor. Auf Drängen der Datenschützer stellte Facebook in Europa die automatische Erkennung der Gesichter von Freunden in Fotos ein. Zugleich hat Gründer Mark Zuckerberg frühere Versuche aufgegeben, die Nutzer zu mehr öffentlichen Einträgen bei Facebook zu drängen.

(dpa/lhö)

comments powered by Disqus