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Radio Hamburg

Datenbestände geplündert

Sony Pictures wird von Hackern erpresst

Sanf Francisco, 09.12.2014
RHH - Expired Image

Die Hacker fordern neben dem Geld auch den Stopp der Film-Komödie "The Interview".

Der Hackerangriff auf das Hollywood-Studio ist mehr als kurios: Die Erpresser fordern nicht nur Geld, sondern auch die Absetzung eines Filmes.

Die Hacker, die vor knapp zwei Wochen gigantische Datenbestände aus mehreren unveröffentlichten Filmen sowie internen Unterlagen beim Hollywood-Studio Sony Pictures geplündert hatten, wollten laut Medienberichten zunächst Geld erpressen. Das gehe aus im Internet veröffentlichten E-Mails von Sony hervor, wie der Branchendienst "Computerworld" am Montag (09.12.) berichtete. Demnach kontaktierten Unbekannte die Firma bereits drei Tage vor dem Angriff mit einer Geldforderung, "sonst wird Sony Pictures als Ganzes bombardiert".

"Sie verhalten sich besser vernünftig"

Die Nachrichten wurden zusammen mit tausenden E-Mails von zwei Spitzenmanagern von Sony Pictures veröffentlicht. Die mehrere Gigabyte großen Archive enthielten neben der Kommunikation mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern auch private Schriftwechsel, wie "Computerworld" berichtet. Die Erpresser-Botschaft kam mit den Worten: "Sie kennen uns. Wir warten nie lange. Sie verhalten sich besser vernünftig."

Steckt Nordkorea dahinter?

Zugleich fordern die Hacker aber angeblich auch, die Nordkorea-Komödie "The Interview" zu stoppen. In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, Nordkorea könnte hinter dem Angriff stehen. Als möglicher Auslöser gilt die Komödie, in der zwei US-Journalisten beauftragt werden, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu töten. Nordkorea bestritt offiziell aber eine Beteiligung an der Hacker-Attacke.

(dpa/jmü)

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