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Radio Hamburg

Europäische Zentralbank

Datenbank mit 20.000 Daten gehackt

Frankfurt/Main, 25.07.2014
RHH - Expired Image

Die EZB wurde von Hackern angegriffen.

Die EZB ist Ziel eines Hacker-Angriffs geworden: Unbekannte klauten 20.000 Kontaktdaten und wollten dann die EZB erpressen.

Die Notenbank bemerkte den kriminellen Zugriff erst, als sie erpresst wurde.

EZB von Hackern erpresst

Hacker haben bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Tausende Kontaktdaten geklaut und dann von der Notenbank Geld gefordert. Über ein Leck auf der EZB-Internetseite verschafften sich die Unbekannten vor allem E-Mail-Adressen von Journalisten und Seminarteilnehmern, wie die Währungshüter am Donnerstag mitteilten. Die EZB versicherte, interne Systeme oder sensible Marktdaten seien nicht betroffen gewesen.

20.000 E-Mail-Adressen gehackt

Nach Angaben einer EZB-Sprecherin in Frankfurt hatten die Täter Zugriff auf maximal 20.000 E-Mail-Adressen sowie in einigen Fällen Telefonnummern oder Post-Anschriften. Wie viele Datensätze tatsächlich abgeschöpft wurden, konnte die EZB nicht beziffern. Der Datendiebstahl sei am späten Montagabend (21.07.) aufgefallen, als eine anonyme E-Mail die Zentralbank erreichte. Deren Absender habe Geld für die gestohlenen Daten verlangt.

Polizei nimmt Ermittlungen auf

Wer hinter dem Hacker-Angriff steckt, war zunächst unklar. Die Polizei nahm nach EZB-Angaben Ermittlungen auf. Die Frankfurter Polizei wollte sich am Donnerstag (24.07.) auf Anfrage nicht äußern. Die EZB selbst informierte potenziell ausgespähte Nutzer ihres Webangebots und setzte sämtliche Passwörter sicherheitshalber zurück. Außerdem habe man Schritte unternommen, um zu verhindern, dass sich ein solcher Vorfall wiederhole, heißt es in einer E-Mail der EZB an betroffene Nutzer.

Kontaktdaten von Besuchern der EZB geklaut

Bei den entwendeten Daten handelt es sich den Angaben zufolge vor allem um Kontaktdaten von Personen, die sich für Veranstaltungen wie Konferenzen oder zu Besuchen bei der Notenbank angemeldet haben. Die geknackte Datenbank arbeite getrennt von den internen EZB-Systemen. Ihr Inhalt sei zu großen Teilen verschlüsselt gewesen, einige Daten allerdings nicht - etwa E-Mail-Adressen, Post-Anschriften und Telefonnummern, teilte die EZB mit.

In den vergangenen Monaten hatte es im Internet immer wieder Datendiebstähle gegeben, bei denen zum Teil Millionen E-Mail-Adressen und andere Daten entwendet wurden. So waren im Frühjahr bei Ermittlungen 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwort entdeckt worden.

(dpa/mgä)

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