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Radio Hamburg

YouTube

Werden bald tausende Videos gesperrt?

London, 18.06.2014
YouTube, Logo

Verschwinden bei YouTube bald zahlreiche Künstler mit ihren Videos?

Möglicherweise schon in wenigen Tagen könnten bei der Videoplattform YouTube die Videos von Künstlern von Indie-Labels verschwinden.

Milliarden von YouTube-Nutzern könnten bei vielen Videos bald in die Röhre schauen und mit dem verhassten Sperrbildschirm konfrontiert werden. Ein Interview mit einem Topmanager der Google-Tochter befeuert das Gerücht, dass Youtube bereits in wenigen Tagen den radikalen Schritt gehen könnte und Tausende Indie-Labels und deren Künstler von der Plattform verbannt werden könnten.

Zoff zwischen YouTube und Indie-Labels

Durch Den Streit zwischen Googles Videoanbieter und zahlreichen unabhängigen Plattenfirmen, sogenannten Independent, oder Indie, Labels, könnten weltweit bekannte Künstler wie Adele, die Arctic Monkeys oder Radiohead tatsächlich nicht mehr bei YouTube zu finden sein. Im Kern geht es bei der Auseinandersetzung auf dem Rücken der Künstler um die Vergütung bei einem neuen Abo-Streaming-Dienst, mit dem YouTube Streaming-Anbietern wie "Spotify" oder "Pandora" Konkurrenz machen will. Das Google-Angebot für die Bezahlung pro gespieltem Song in diesem neuen Angebot wird von den Independent Plattenformen jedoch durch die Bank als zu niedrig angesehen und abgelehnt. Künftig sollen die Nutzer von YouTube über den "YouTube Music Pass" gegen eine geringe Gebühr Singles und Alben streamen können und auch ohne Internetverbindung zur Verfügung haben.

Lange genug gewartet

Im Interview mit der "Financial Times" sagte der YouTube-Manager Robert Kyncl, dass man lang genug auf die unzufriedenen Plattenfirmen gewartet habe und man das neue Angebot auch ohne sie starten würde. Schließlich hätten Label, die 95 Prozent der Musikindustrie vertreten, den neuen Konditionen zugestimmt. In der Tat haben die weltweit größten Plattenformen wie die Universal Music Group, Sony Music Entertainment und Warner Music dem Deal bereits zugestimmt. Zwar geht es bei dem Streaming-Angebot prinzipiell nicht um die Videos auf der Website, doch erklärte Kyncl jetzt im Interview, dass man "in wenigen Tagen" damit beginnen werde, Video zu blockieren, die nicht bei dem neuen Angebot mitmachen möchten, um sicherzustellen, dass alle Inhalte auf der neuen Plattform unter die neuen Vertragsbedingungen fallen.

Werden Videos gesperrt?

Auf den ersten Blick klingt die Aussage von Kyncl tatsächlich so, dass bald Videos aus dem Angebot von YouTube verschwinden könnten. Der Blog "Digital Music News" schrieb dagegen am Mittwoch (18.06) unter Berufung auf Brancheninsider, die Labels, die nicht Teil des Deals sind, würden lediglich die Möglichkeit verlieren, Geld bei dem Videoanbieter zu verdienen. Ohne die Teilnahme am neuen Abo-Dienst könnten sie auch nicht mehr das bisherige System Content ID nutzen, über das die Musik erkannt und für Anzeigen geöffnet wird. Das würde zwar keine direkte Blockade der Videos bedeuten, aber den Labels das wirtschaftliche Interesse nehmen, ihre Musik bei YouTube zu platzieren. Ein Sprecher der Google-Tochter gab zu der Diskussion nur ausweichende Antworten und erklärte, auf Abonnements basierende Funktionen seien hinzugefügt worden, "um damit unseren Partnern aus der Musikindustrie neue Einkommensquellen zu ermöglichen, zusätzlich zu den Hunderten Millionen Dollar, die sie jährlich durch YouTube erwirtschaften." Was diese Antwort zu bedeuten hat, weiß natürlich nur Google selbst.

"Künstler sind stinksauer"

Gegen den neuen Vertrag mit YouTube weigern sich beispielsweise die Plattenfirmen XL Recordings und Domino, bei denen die Britin Adele sowie Musiker wie Jack White, Sigur Ros, die Arctic Monkeys oder Franz Ferdinand unter Vertrag stehen. Die unabhängigen Musikfirmen lassen sich in den Gesprächen mit YouTube von der Rechteagentur Merlin vertreten, der über 20 000 kleinere Labels angehören. Ihre Branchenvereinigung Impala wirft Google vor, der Internet-Konzern wolle die kleinen Plattenfirmen mit seiner Marktmacht zu ungünstigen Konditionen drängen. Im Interview mit der "Süddeutschen" ließen die Künstler ihren Frust ab und Sprachen sogar von Erpressung. "Die Künstler sind stinksauer", sagte Rich Bengloff, Präsident der Kleinlabel-Vereinigung American Association for Independent Music (A2IM). Zuerst habe man mit den großen Plattenfirmen Deals ausgehandelt und lege den Indie-Labels nun Verträge mit deutlich schlechteren Konditionen vor. Sowohl in Amerika und der Europäischen Union haben die Indie-Labels nun die Handelskommission beziehungsweise die Europäische Kommission eingeschaltet, um sich gegen Googles-Marktmacht aufzulehnen.

Lest auch: Neue Tarifverträge: YouTube droht Musiklabels mit Sperrung

In 60 Tage werden bei YouTube diverse Videos gesperrt, wenn die einzelnen Indie-Musiklabels nicht einlenken und n ...

(dpa/san)

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