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Radio Hamburg

Einkaufs-App

"Shopkick" in Deutschland gestartet

Berlin, 23.10.2014
App, Shopkick, iPhone, American Eagle

In den USA sorgt App "Shopkick" bereits für ordentlich Shopping-Fieber.

Wer User von "Shopkick" ist, erhält allein beim Betreten eines Geschäfts Bonuspunkte. Nun ist die Einkaufs-App auch in Deutschland gestartet.

Die Einkaufs-App "Shopkick", die mit Hilfe von Bonuspunkten mehr Kunden in Läden bringen will, ist in Deutschland mit mehreren großen Handelsketten an Bord gestartet. Mit dabei sind die Douglas-Parfümerien, die Elektromärkte Media Markt und Saturn, die Karstadt-Kaufhäuser und die Baumärkte von OBI.

Bereits 1300 Läden

Mit den großen Ketten als Partner startete "Shopkick" am Donnerstag (22.10.) mit 1.300 Läden, zu den in den nächsten Tagen 100 weitere dazukommen sollen. Nutzer der App bekommen Bonuspunkte, wenn sie Geschäfte betreten oder Produkte in Läden mit ihrem Smartphone einscannen. In den Geschäften wird an jedem Eingang eine kleine Box angebracht, die Signale an Smartphones sendet. Für das Betreten eines Ladens bekommt ein Nutzer mit geöffneter App 35 "Kicks", was ungefährt 15 Cent entspricht.

Punkte für eingescannte Produkte

Die Kunden können zusätzlich Punkte sammeln, wenn sie im Laden bestimmte Produkte einscannen. Hier machen in Deutschland bisher die Konsumgüter-Riesen Procter & Gamble und Henkel mit. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Kunden häufiger Produkte kauften, wenn sie diese erst einmal in der Hand hielten, so der Mitgründer der App Cyriac Roeding.

Sortiment durchstöbern

In der App können Händler ihre Sonderangebote platzieren. Außerdem haben Kunden die Möglichkeit, in der Anwendung das Sortiment der Händler zu durchstöbern und Produkte zu markieren, die ihnen gefallen. Die App kann ihnen dann Bescheid geben, wenn sie in die Nähe von Geschäften kommen, die diese Artikel im Sortiment haben.

Allgemeine Statistiken für Händler zu sehen

Mit den Händlern werden keine personifizierten Kundendaten geteilt, betonte Mitgründer und Chef Cyriac Roeding. Sie bekämen nur allgemeine Statistiken wie etwa die Kundenzahl oder den Anteil von Männern und Frauen zu sehen. In der Zukunft könnte "Shopkick" aber auch die Möglichkeit schaffen, die Kundenbindungsprogramme der Händler mit einzubinden. "Shopkick" selbst bekommt das Geld von den Händlern und Partnern, im Verhältnis zu den umgeschlagenen "Kicks".

Bluetooth und Ultraschall-Technik

Bei der Verbindung zu den Smartphones setze "Shopkick" auf Ultraschall-Technik, weil sich damit der Umkreis besser eingrenzen lasse, erläuterte Roeding. Zusätzlich können die Geräte per Bluetooth-Funk angesprochen werden, zum Beispiel wenn Nutzer an teilnehmenden Läden vorbeigehen.

Eine Millionen Nutzer im Monat

Nach den USA ist Deutschland der erste Auslandsmarkt von "Shopkick". Dort hat die App rund eine Million aktive Nutzer pro Monat. Die Firma wurde im September für über 200 Millionen Dollar von dem südkoreanischen Telekommunikations-Konzern SK Telecom übernommen. Die neuen Besitzer wollen das internationale Wachstum beschleunigen. Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 will als strategischer Partner den Deutschland-Start ab November mit einer Werbekampagne unterstützen.

(dpa/lwe)

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