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Google Doodle

108. Geburtstag von Hannah Arendt

Google Doodle Hannah Arendt

Die Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren. Heute(14.10.2014) wäre ihr 108. Geburtstag. 

Theoretikerin Hannah Arendt wäre heute 108 Jahre alt geworden. Ihre These von der "Banalität des Bösen" löste sie eine weltweite Diskussion aus.

Die in Hannover geborene Arendt wächst in einem sozialdemokratischen und jüdisch-assilimierten Elternhaus auf. Nach dem frühen Tod ihres Vaters, zieht ihre Mutter Martha Arendt das Mädchen alleine auf. Bereits im Alter von 14 Jahren setzte sich Arendt mit den Theorien großer Philosophen -unter anderem Emmanuel Kant- auseinander. Später studiert sie Philosophie und Evangelische Theologie, verliebte sich in ihren siebzehn Jahre älteren Philosophiedozenten Martin Heidegger und begann mit ihm eine geheime Beziehung, die jedoch scheiterte.

Arendt und die Rolle der Juden in Deutschland

1929 verliebte sich Arendt, die im selbigen Jahr ihr erstes Werk "Der Liebesbrief bei Augustin. Versuch einer philosophischen Interpretation" veröffentlichte, in Günther Stern, den sie kurz darauf heiratete. Während ihrer gemeinsamen Zeit in Berlin setzte sich Arendt immer intensiver mit der Rolle der Juden in Deutschland auseinander. Schon vor der Regierung Deutschlands durch die Nationalsozialisten dachte Arendt 1932 über eine Emigration nach, entschied sich aber dagegen und dokumentierte stattdessen die Judenverfolgung in Deutschland. Nach einer kurzen Inhaftierung durch die Gestapo flieht Arendt nach Paris, wo sie als Sozialarbeiterin arbeitet. Nach der Scheidung von Günther Stern im Jahre 1937, heiratet sie 1940 Heinrich Blücher.

Arendts Zeit in New York und die "Banalität des Bösen"

1941 emigriert sie in die USA, wo sie vor allem journalistisch arbeitet. Zehn Jahre später erhält sie die amerikanische Nationalbürgerschaft. Nach einigen Gastvorträgen an den Universitäten Princeton und Harvard erhält sie einen Lehrstuhl am Brooklyn College in New York. 1960 erscheint dann das wohl wichtigste Werk von Hannah Arendt: "Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen". Grundlage für ihr Buch war die Beobachtung während des Prozesses gegen den Nazi-Verbrecher Adolf Eichmann, über den sie während ihrer Zeit beim "The New Yorker" berichtete. Die Mittelmäßigkeit des Angeklagten war für Arendt ein zu starker Kontrast zu seinen grausamen Verbrechen. Diesen Widerspruch fasst Arendt in der These über die "Banalität des Bösen" zusammen, die eine weltweite Diskussion auslöste. Am 4.Dezember 1975 stirbt Arendt, nachdem sie zwei Jahre zuvor Vorstandsmitglied des amerikanischen PEN-Zentrums wurde.

Was ist ein Google Doodle?

Ein Google Doodle ist ein verändertes Logo, das zu besonderen Anlässen auf der Google-Startseite eingebunden ist. Seit 2000 wechselt Google das Logo regelmäßig, es ist dann mit Infoseiten zum jeweiligen Thema verlinkt.  Insgesamt gibt es schon weit über 100 Doodles. Ein Google Doodle wird zu historischen Anlässen, für Berühmtheiten, Sportveranstaltungen oder auch Erfindungen kreiert.

(lsc/fbu)

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