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Radio Hamburg

Internet-Riese

Neue Strukturen bei Google

Mountain View, 11.08.2015
Google

Unter dem Markennamen Google werden künftig nur noch die erfolgreichen Internetdienste und Angebote zusammengefasst. Neben der Suchmaschine und dem Werbe-Netzwerk bleiben auch Dienste und Apps wie Mail und Drive, Google Maps und das Mobilbetriebssystem Android sowie der Browser-Chrome-Teile der Google-Kerneinheit.

Die Google-Gründer wirbeln das Unternehmen kräftig durcheinander. Die hochprofitable Web-Kernsparte soll von riskanten Unterfangen wie Roboter-Autos entkoppelt werden.

Der Internet-Riese Google wird radikal umgebaut. Das angestammte Web-Geschäft mit der Suchmaschine und der Online-Werbung soll von neuen Unternehmungen wie selbstfahrenden Autos oder Drohnen abgetrennt werden. Es heißt weiterhin Google, wandert aber unter das Dach einer neu geschaffenen Konzern-Holding mit dem Namen Alphabet. Dort werden künftig zum Beispiel der Spezialist für Heimvernetzung Nest oder das Innovationslabor Google X als eigenständige Firmen geführt.

Larry Page führt Alphabet

Der Umbau solle das Unternehmen transparenter machen, schrieb Google-Mitgründer Larry Page in einem Blogeintrag. Er wechselt vom Chefposten bei Google an die Spitze von Alphabet. Das Web-Kerngeschäft Google soll künftig der 43-jährige Top-Manager Sundar Pichai führen, der als rechte Hand von Page in dem Bereich galt und in den vergangenen Monaten immer mehr Verantwortung übertragen bekam. Die heutigen Google-Aktionäre bekommen stattdessen Aktien von Alphabet. Der Umbau soll später in diesem Jahr angestoßen werden.

Web-Geschäft läuft weiter unter Google

Beim Web-Geschäft unter dem Namen Google sollen auch die Video-Plattform YouTube, das meistgenutzte Smartphone-System Android, die Apps, die digitalen Karten sowie die dazugehörende technische Infrastruktur bleiben. Getrennt davon kommen als eigenständige Bereiche unter anderem die Gesundheitstochter Calico, der Startup-Finanzierer Google Ventures oder der Glasfaser-Netzbetreiber Fiber unter das Alphabet-Dach. Alphabet sei im Grunde eine Ansammlung von Unternehmen, erklärte Page. "Uns gefiel der Name Alphabet, weil er eine Kollektion von Buchstaben bedeutet, die für die Sprache stehen, zu den wichtigsten Innovationen der Menschheit gehören und der Kern davon sind, was wir in der Google-Suche indizieren."

Investoren beruhigt

Investoren hatten sich schon lange Sorgen darüber gemacht, dass die Zukunftsprojekte viel Geld verschlingen - während der Löwenanteil des Geldes nach wie vor im Kerngeschäft mit Online-Werbung im Umfeld der Internet-Suche erwirtschaftet wird. Schließlich demonstrierte zum Beispiel der bisherige Misserfolg der Datenbrille Google Glass, dass man mit großen Wetten auf die Zukunft auch viel Geld verlieren kann. Die Anleger hoffen nun auf klarere Verhältnisse und ließen die Google-Aktie nachbörslich um sechs Prozent steigen.

Google-Finanzchefin Ruth Porat, die von der Wall Street kam, wird bei Alphabet in der selben Position arbeiten. "Wir glauben schon lange, dass Unternehmen es sich mit der Zeit damit bequem machen, dieselben Dinge zu tun, nur kleinere Veränderungen vorzunehmen", schrieb Page. Die Google-Gründer wollten "neue Dinge anfangen". Die einzelnen Unternehmen sollten innerhalb von Alphabet eigenständig agieren. "Der ganze Sinn liegt darin, dass die
Alphabet-Firmen ihre Selbstständigkeit haben und eigene Marken entwickeln sollen." (dpa)

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