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Radio Hamburg

Streaming im Internet

Was ist eigentlich als User legal oder illegal?

Hamburg, 15.12.2015
kinox.to, kinox, Urheberrecht

Einer der Betreiber von "Kinox.to" wurde am Montag (14.12) zu einer Haftstrafe verurteilt. Wie allerdings sieht es für User von illegalen Streaming-Portalen aus?

Am Montag (14.12) ist der Technikchef der Streaming-Plattform "Kinox.to" zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Was ist eigentlich als User erlaubt und was nicht?

Er soll der technische Geschäftsführer der illegalen Streaming-Plattform "Kinox.to“ gewesen sein. Nun muss der ehemalige Technikchef für drei Jahre und vier Monate in Haft. Das Landgericht Leipzig sprach den 29-Jährigen am Montag (14.12) unter anderem der tausendfachen Urheberrechtsverletzung und der Computersabotage schuldig. Er soll die Website allerdings nicht allein betrieben haben. Noch immer sucht die Staatsanwaltschaft zwei Brüder aus Lübeck, die über die Zugangscodes für „Kinox.to“ verfügen sollen. Die Internetseite selbst ist nach wie vor online.

Schäden von bis zu 400 Millionen Euro

Laut Schätzungen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen entstehen durch illegale Streaming-Angebote allein in Deutschland jährlich Schäden von bis zu 400 Millionen Euro. Dass das Betreiben von Portalen, auf denen Filme oder andere Inhalte illegal gestreamt werden, nicht erlaubt ist und strafrechtlich verfolgt werden kann, ist bekannt. Doch wie sieht es eigentlich für den User aus? Was ist legal und was ist illegal?

Was ist als User erlaubt und was nicht?

"Das Betreiben ist illegal, das Ansehen aber doch nicht" – Diesen Spruch kennen wir alle. Wer allerdings immer noch so denkt, liegt falsch. Bei manchen Streaming-Plattformen wird während des Streams eine Kopie des Films auf die Festplatte des Computers geladen. Ist das der Fall, kann auch der User belangt werden, da eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Bei anderen Portalen wird lediglich eine kurzfristige Kopie des Films auf dem Zwischenspeicher des PCs gespeichert.

Nur noch eine Frage der Zeit?

Selbst unter den Juristen gibt es bei dieser Frage Uneinigkeiten. Es fehlen sowohl Gesetze als auch Urteile, die eindeutig besagen, dass temporär gespeicherte Daten eine Raubkopie darstellen. Das Amtsgericht Leipzig hat aber bereits in der Vergangenheit ein Urteil gefällt, das besagt, dass allein die kurzfristige Speicherung eine Verletzung des Urheberrechts darstelle und somit zivil- oder strafrechtliche verfolgt werden könne. Derzeit ist das Ganze noch eine Grauzone, aber wahrscheinlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch User von illegalem Streaming im großen Stile belangt werden. Besser ist es also, Ihr lasst die Finger davon, dann seid Ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite!

(jmü)

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