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Radio Hamburg

Anonymous - Die "Hacktivisten"

Wie die Hacker die IS-Propaganda ausschalten wollen

Anonymous

Die Kampfansage von Anonymus an die IS.

"Anonymous wird euch jagen!" Die Hacker Gruppe Anonymous hat dem IS den elektronischen Krieg erklärt und schreckt hier vor keiner Methode zurück. 

"Anonymous wird euch jagen!" Die "Hacktivisten" Gruppe Anonymous führt einen elektronischen Krieg gegen den selbsternannten "Islamischen Staat". Nach den Anschlägen in Paris hat die Gruppe der Terrororganisation den Kampf angesagt und geschworen, jeden einzelnen Unterstützer zu finden und zu "vernichten".

"Es herrscht Krieg. Bereitet euch vor. Die Franzosen sind stärker als ihr und sie werden aus dieser Gräueltat sogar noch stärker hervorgehen. (…) Ihr solltet wissen, dass wir euch finden werden und nicht wieder gehen lassen", so droht ein Sprecher von Anonymous in einem YouTube Video.

#OperationISIS

Das Ziel der Gruppe Anonymous ist es, die Kommunikation der Terroristen im Internet und dadurch auch die Rekrutierung neuer Mitglieder, zu stören. Schon im Juni 2014 erschien ein Video, in dem die Hacker den Terroristen den Kampf ansagten. Auch nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" reagierte Anonymous mit gezielten Angriffen auf die Social-Media-Konten von Dschihadisten. Nur einen Tag nach den Anschlägen von Paris kündigte Anonymous in einem Youtube-Video dem Islamischen Staat den Kampf an und verspricht "die bisher größte Aktion gegen den Islamischen Staat". Unter dem #OPISIS-Hashtag verbreiten die Aktivisten ihren Kampf weiter auf den sozialen Netzwerken.  

5.550 Twitter Accounts lahmgelegt

Nach eigenen Angaben hat Anonymous bereits über 5.500 Twitter Accounts von ISIS-Anängern lahmlegen können. Weiterhin  haben sie eine pro-IS Hackergruppe mit dem Namen "CyberCaliphate" aufgespührt, die mindestens zehn Twitterkonten von einer einzigen IP-Adresse in Kuwait aus betreibt. Allerdings sind nicht nur die sozialen Netzwerke von Bedeutung. Vor allem Websites, die zur Rekrutierung dienen sollen, werden angegriffen.  Hierbei  sollen schon rund 100.000 Webseiten und 5.900 Propaganda-Videos entfernt worden sein.  

Wie hackt man die ISIS?

Echte IS-Konten sind selbstverständlich sehr schwierig zu erkennen. Alleine das Überprüfen der Posts auf verdächtige Inhalte wird meistens nicht reichen. Auch wenn man die Listen, der bereits genannten Accounts durchgeht, fällt auf, dass die meisten der genannten Accounts entweder bereits gesperrt sind oder aber nicht mehr existieren. Letzteres weist auf eine häufige Praxis der IS hin. Hierbei benennen sie ihre Accounts im Stundentakt, um ihre Followerlisten und weitere Inhalte zu erhalten, aber danach nicht mehr aufzufinden sind. Generell haben IS-Twitter-Konten nur eine Lebensdauer von etwa acht Stunden, bevor Twitter sie sperrt. 10 Sperrungen später verschwinden sie dann für ein paar Wochen, nur um dann mit einem anderen neuen Namen wieder aufzutauchen.

Zusammenarbeit von Hackern und Geheimdienst

Im Kampf gegen den Terror formen sich ungewöhnliche Bündnisse. Obwohl die meisten Hacker einst "Feinde" aller US-Behörden waren, arbeiten sie nun im Kampf gegen den IS mit dem US-Geheimdienst CIA und der US Bundespolizei FBI zusammen. Die Hacker tragen wertvolle Daten zusammen, sogenannte "Open-Source-Daten", und stellen sie den US-Behörden zur Verfügung.

ISIS hat keine Angst vor Anonymous

Auf dem Messanger Telegram wurde ein Kanal gefunden, der zur IS gehören soll. Auf diesem Kanal verbreitete die Terrorgruppe auf Englisch und Arabisch die Botschaft: "Was wollen die schon hacken?" an ihre Anhänger. Außerdem nannte sie die Hackergruppe in ihrem  Statement "Idioten". Auch Hinweise, wie man sich vor möglichen Cyber-Angriffen schützen kann, wurden genannt.

Hilft die Hacker-Organisation wirklich?

Weiterhin kritisieren viele, dass das reine Lahmlegen von Social Media nicht ausreichen würde. Viel mehr müsste man die Finanzen der Terroristen bloßlegen und mögliche Waffenlieferanten enttarnen. Hierbei ist jedoch das Problem, dass solche Informationen selbst den Geheimdiensten unbekannt sind.

Hoffnung im Kampf

Trotzdem besteht die Hoffnung, dass die Zerstörung von Propaganda – Accounts und Rekrutierungswebsites die virtuellen Aktivitäten stören wird. "Wenn wir die Kommunikation unterbrechen, hat der IS weniger Kräfte im Kampfeinsatz", sagt der Sprecher von GhostSecGroup. Selbst wenn einzelne IP-Adressen die Behörden zu mutmaßlichen Tätern führen könnten, wäre das ein großer Erfolg. 

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