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Radio Hamburg

Virus-Mails

Bundesamt für Sicherheit warnt vor Trojaner "Locky"

Berlin, 19.02.2016
Virus, Computervirus, Trojaner, Rombertik, Malware

Der Trojaner "Locky" sperrt alle Dateien und es wird Lösegeld gefordert. 

Momentan gehen Virus-Mails um, die sich in der Regel als Rechnung ausgeben. Dadurch werden alle Dateien gesperrt und es wird nach Geld verlangt. 

Ein aggressiver Erpressungs-Trojaner verbreitet sich aktuell weiter rasant vor allem auf Computern in Deutschland. Der Sicherheitsexperte Kevin Beaumont zählte derzeit 5.300 Neuinfektionen mit dem Windows Trojaner "Locky" durch gefälschte E-Mails pro Stunde. Damit lag die Infektionsrate in Deutschland deutlich vor Ländern die den Niederlanden und den USA. Auch das Fraunhofer-Institut in Bayreuth zählte in dieser Woche zu den Opfern. 

Virus als Rechnung geschickt

Der Virus legte dort mehrere Dutzend PC-Arbeitsplätze lahm, indem er die Daten auf einem zentralen Server verschlüsselte und damit unbrauchbar machte. Die Erpresser-Mails werden inzwischen auch in korrektem Deutsch geschickt, berichtete Beaumont in einem Twitter-Beitrag. Die Mails werden mit einem Anhang verschickt und geben sich in der Regel als Rechnung aus. Wie der Experte berichtete, hebelt der Trojaner auch Sicherheitseinstellungen in Microsoft Outlook aus. Durch eine aktuell veränderte Verbreitungsmethode werde der Schädling auch von Antiviren-Programmen derzeit nicht erkannt. 

Nicht auf Lösegeldforderung eingehen

"Locky" ist laut "Heise online" auch in der Lage, sämtliche Daten zu sperren, die etwa mit einem Cloudspeicher oder über Netzwerke synchronisiert werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnick rät, auf keinen Fall auf die Lösegeldforderungen einzugehen, sondern Anzeige zu erstatten. In vielen Fällen würden auch nach einer Zahlung die Daten nicht wieder verschlüsselt. 

(dpa/pgo)

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