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Radio Hamburg

Endlich Klarheit

Apps zu schließen bringt nichts!

Hamburg, 11.03.2016
Ankes Smartphone

Viele von uns machen sich täglich die Mühe, aktuell nicht mehr benötigte Apps im Multitasking-Modus zu schließen - völlig überflüssig, wie Apple von höchster Stelle vermeldet.

Schon seit Einführung von iOS 4 im Jahr 2010 hält sich das Gerücht, regelmäßig Apps zu schließen würde die Akkulaufzeit verlängern. Quatsch!

Eine der ersten Reaktionen auf die Aussage: "Mist, mein Akku ist fast leer!" ist häufig der wohlwollende Hinweis: "Dann schließ' doch mal ein paar Apps, die die ganze Zeit im Hintergrund laufen, das spart Strom!" In der Zeit seit Einführung des Multitasking-Features für iPhones vor sechs Jahren hat sich dieses Gerücht immer weiter verbreitet - und hält sich übrigens auch unter Android-Usern. Es handelt sich bei beiden Plattformen um einen Irrglauben.

Einfach mal nachfragen

Ein Apple-User namens Caleb hat bei diesem Thema speziell für iOS Licht ins Dunkel bringen wollen - und wen kann man am besten nach einer verlässlichen Antwort fragen? Genau, Apple-CEO Tim Cook. Caleb schrieb ihm eine E-Mail mit der Frage: "Schließt Du deine Apps im Multitasking regelmäßig und ist das notwendig für eine längere Batterielaufzeit?", woraufhin er Anfang der Woche tatsächlich eine Antwort erhielt.

Verlässliche Quelle

Nicht Tim Cook selbst, aber Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering bei Apple, hat die Anfrage stellvertretend beantwortet. Zwar knapp, aber eindeutig und aus seiner Position heraus sicher auch kompetent, lautete die Antwort: "No and no. :-)"

Technischer Hintergrund

Sowohl bei Android als auch bei iOS werden Apps, die nicht vordergründig aktiv sind, "eingefroren". In diesem Zustand benötigen sie bis auf wenige Ausnahmen keine Energie, weil keine Prozesse mehr ausgeführt werden, bis die App wieder benutzt wird. Bei den Ausnahmen handelt es sich um Apps, die im Hintergrund zum Beispiel die Position per GPS aktualisieren müssen (etwa zur Navigation) oder eine Audioaufnahme tätigen.

Ebenfalls gilt für beide Betriebssysteme, dass es sogar kontraproduktiv sein kann, Apps immer wieder manuell zu schließen. Das gilt vor allem bei Apps, die häufig benutzt und dadurch ständig geöffnet und wieder geschlossen würden. Um optimal funktionieren zu können, müssen Apps Daten in den Arbeitsspeicher des Smartphones (RAM) eintragen. Wird eine App "ganz" geschlossen, wird der entsprechende Anteil an Arbeitsspeicher wieder freigeschaufelt und muss beim nächsten Start der App neu gefüllt werden. Dieses Prozedere ist für das Gerät nicht nur "anstrengend" im Hinblick auf den Energiebedarf, sondern verlangsamt auch Lade- und Reaktionsgeschwindigkeiten bei der Bedienung. Bleibt die App allerdings im Hintergrund "eingefroren" bis zur nächsten Benutzung, können die Daten im RAM bleiben und bleiben für die App im Sofortzugriff.

iOS und Android räumen von selbst auf

Sowohl Google als auch Apple haben bei der Entwicklung ihrer mobilen Betriebssysteme in dieser Sache Benutzerfreundlichkeit groß geschrieben: Der User sei schließlich nicht der Hausmeister seines Telefons. Das bedeutet konkret: Wenn zu wenig freier Arbeitsspeicher für die Befehle des Bedieners zur Verfügung steht, weil im Hintergrund z.B. 25 Apps je einen Teil des Speichers beanspruchen, werden die am längsten nicht benutzten Apps automatisch geschlossen, bis ausreichend Speicher für aktuelle Tasks bereit steht! Ordnungsliebende Smartphone-User können die Zeit, die sie seit Jahren zum mehrfachen täglichen Beenden von Apps verschwendet haben, also entspannt anderweitig nutzen.

Batterienutzung ist transparent

Wer gern Klarheit darüber hätte, welche Apps bei alltäglicher Benutzung eigentlich wie viel Strom benötigen, kann das bei iOS einsehen. Unter Einstellungen > Batterie wird sowohl für die letzten 24 Stunden als auch für die letzten 7 Tage angezeigt, welche App prozentual am stärksten den Akku belastet hat und ob es sich dabei auch um Hintergrundaktivitäten gehandelt hat.

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