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Radio Hamburg

Apple stellt iPhone 7 vor

Neue Kamera, Klinkenbuchse weg

San Francisco, 08.09.2016
Apple iPhone 7, Präsentation, Picture Alliance

Das neue iPhone 7 kann ab dem 9. September vorbestellt werden.

Kaum Überraschungen bei der Vorstellung des neuen iPhones 7. Wie erwartet hat Apple die Klinkenbuchse abgeschafft, die Kamera wurde nochmals verbessert.

Klinkenbuchse weg, Stereolautsprecher, neue Farben, neue Kamera, Wasser- und Staubgeschützt - Apple hat am Mittwochabend wie erwartet das neue iPhone 7 vorgestellt. Große Überraschungen sind dabei ausgeblieben, denn vieles war schon im Vorwege bekannt geworden.

Klinkenstecker-Buchse abgeschafft

Zu den größten Neuerungen zählt sicher die Abschaffung der traditionellen Klinkenstecker-Buchse für Kopfhörer. Beim iPhone 7 wird man sie stattdessen über Apples hauseigenen digitalen "Lightning" Anschluss einstöpseln oder drahtlos per Bluetooth verbinden. Ein Grund für den Schritt sei, dass der Platz im Inneren der immer dünneren Telefone kostbar werde, sagte Apple-Manager Phil Schiller. Für Nutzer von Kopfhörern mit klassischen Klinkensteckern legt Apple aber einen Adapter bei. Zudem gibt es eigene Bluetooth-Kopfhörer, die komplett ohne Kabel auskommen. Natürlich lässt sich Apple die "AirPods" fürstlich bezahlen. Wer drahtlos durch die Gegend laufen will, muss 179 Euro beim Händler seines Vertrauens lassen. Erstmals spendierte Apple seinem Telefon zudem Stereo-Lautsprecher.

Neue Farben fürs iPhone

Äußerlich sieht das iPhone 7 weitgehend wie die bisherigen Modelle der 6er-Reihe aus. Die Antenne ist in den Rahmen gerutscht, so dass auf der Rückseite keine weißen Linien mehr zu sehen sind. Zudem hat Apple die Farbe Space-Grau durch ein schwarzes und ein diamantschwarzes Modell ersetzt. Silber, Gold und Roségold bleiben weiterhin im Sortiment.

Neue Kamera & schnellerer Prozessor

Die Kamera und das Display wurden beim iPhone 7 deutlich verbessert. Das größere iPhone 7 Plus bekam eine zweite Linse für optischen Zoom und Tiefenschärfe-Effekte. Der neue Chip "A10 Fusion" sei doppelt so schnell wie der im zwei Jahre alten iPhone 6 und 120 Mal schneller als der Prozessor im ersten iPhone von 2007. Der Speicher in der günstigsten Variante wurde von 16 auf 32 Gigabyte angehoben.

Wasser- und Staubfest

Was andere Hersteller schon länger anbieten, hat nun auch Apple seinem iPhone spendiert, denn die Geräte sind jetzt weitgehend Wasser- und Staubfest. Bei der von Apple für das iPhone 7 genannten Wasserdichte-Klasse IP67 sind Geräte vor Spritzwasser, Regen und Schnee geschützt, können unter die Dusche genommen und für bis zu 30 Minuten einen Meter tief unter Wasser gehalten werden. Schwimmen, tauchen oder schnorcheln sollte man dagegen nicht. Die "6" in der Zahl bedeutet einen weitgehenden Schutz vor Staub.

Auslieferung ab 16. September

Wer sich das neue iPhone sichern will, kann es am dem 9. September vorbestellen. Die Auslieferung beginnt eine Woche später am 16. September. Die Preise beginnen beim iPhone 7 bei 759 Euro, beim größeren iPhone 7 Plus ist man ab 899 Euro mit dabei.

Neue Apple Watch ebenfalls vorgestellt

Neben dem iPhone hat Apple auch die neue Apple Watch vorgestellt, mit der man auch schwimmen kann. Der Prozessor der Uhr ist jetzt deutlich schneller und das Display wurde heller gemacht. Außerdem hat die Uhr jetzt ein eingebautes GPS-Modul, zum Beispiel, um ein Lauftraining auch ohne ein Smartphone aufzuzeichnen.

Die neue Apple Watch

Nintendo bringt Super Mario aufs iPhone

Zwei Überraschungen gab's am Mittwochabend dann doch im Gaming-Bereich. Nintendo bringt nach jahrelanger Zurückhaltung erstmals eine seiner beliebten Figuren auf ein Smartphone. Der japanische Spiele-Spezialist kündigte das Spiel "Super Mario Run" für iPhones an. Und der Sommer-Hit "Pokémon Go" wird auch auf der Apple-Uhr spielbar sein. Nintendo bot seine Spiele lange Zeit grundsätzlich nur für die eigenen Spielekonsolen an. Inzwischen spielen aber immer mehr Menschen die günstigen bis kostenlosen Smartphone-Games. Das Nintendo-Geschäft steht unter Druck.

Neuerungen beim Büro-Paket

Das Büro-Programmpaket iWork für Macs, iPad und iPhone soll mit einer Funktion ausgestattet werden, damit Schüler und Lehrer in Echtzeit gemeinsam Dokumente bearbeiten können. Apple zieht hier nach, was Google mit seinen Docs auch anbietet.

(ste / dpa)

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