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Radio Hamburg

Facebook will eure Nacktfotos

Für die eigene Sicherheit rät Facebook zum Upload

Australien, 13.11.2017
Mark Zuckerberg, Facebook, Logo, FB

Facebook plant eine neue Funktion, mit der sich Nutzer vor der Verbreitung von intimen Fotos und Erpressung schützen können. 

Einmal im Netz, immer im Netz

Bilder und Videos verbreiten sich im Internet und vor allem in den sozialen Medien rasend schnell. Facebook verwendet bereits seit April 2017 eine neue Technologie, die verhindern soll, dass unangemessene Beiträge weiterverbreitet werden.

In erster Linie ging es Facebook um kinderpornografische oder extremistische Inhalte. Sobald das Bild oder das Video einmal gemeldet wurde, erstellt Facebook einen digitalen Fingerabdruck. Dieser "Fingerabdruck" sorgt dafür, dass bei dem Versuch eines erneuten Uploads der Beitrag direkt blockiert wird.

Keine Chance für "Rache-Pornos"

Das Versenden von Nacktbildern im Internet oder ganz traditionell per SMS an den Freund oder die Freundin ist in diesem Zeitalter keine Seltenheit. Wenn die Beziehung ein nicht so erfreuliches Ende nimmt, sind Ex-Partner manchmal zu etwas in der Lage, was man vorher nie für möglich gehalten hätte. Zum Beispiel die im Vertrauen versendeten Nacktfotos im Internet publik zu machen.

In Australien begann jetzt die Testphase für ein Projekt, dass vor dem Missbrauch von Bildern schützen soll. Facebook rät dafür seinen Nutzern, die mit der Veröffentlichung ihrer Nacktbilder rechnen, sich ihre brisanten Fotos selbst im Messenger als Nachricht zu schicken und diese anschließend mit der neuen Funktion als "intimer Inhalt" zu kennzeichnen. Facebook erstellt auch für diese Bilder einen digitalen Fingerabdruck und kann so das Hochladen der Bilder über einen fremden Account verhindern. Die markierten Bilder werden an einen Mitarbeiter weitergeleitet, der den Inhalt des Bildes prüft und dann einen digitalen Fingerabdruck, einen sogenannten Hash, erstellt. Mit Hilfe dieser Methode können sich Facebook-Nutzer auch vor Erpressung schützen.

Handy mit Startbildschirm und dem WhatsApp-Icon

Wo werden die Fotos gespeichert?

Facebook seine eigenen Nacktbilder zu schicken erscheint auf den ersten Blick vielleicht als kein besonders seriöser Vorschlag, jedoch beteuert Facebook, dass die Bilder nicht auf ihren Servern gespeichert werden, sondern nur der Hash übrigbleibt. Ein Hash ist am Ende nichts weiter als eine Kombination aus mehreren Zahlen und Buchstaben. 

(jpi)

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