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Radio Hamburg

Blau, Rot oder Gelb

Farbenfrohe Hummer vor US-Küste

Maine, 27.07.2012
Bunte Hummer  USA

Unter anderem gehen vor der US-Küste momentan seltene gelbe Hummer ins Netz.

Nein, diese Hummer sind nicht "gephotoshopt". Sie sehen wirklich rot, gelb und sogar blau aus. Aber warum und warum vor der US-Küste?

Hunderte Hummer schwemmt es momentan an der US-Küste rund um Maine an. Und das Verwunderliche: Sie sind nicht braun-rot gefärbt - so wie wir Hummer kennen, sondern die Hummer sind blau, rot, oder gelb. Hummer gehören zur Gattung der Zehnfußkrebse und kommen vor der US-Küste vor oder an der europäischen Atlantikküste, in der Nordsee, im Mittelmeer und im westlichen Schwarzen Meer. Momentan gibt es aber eine richtige Hummerschwemme in den USA (durch die Erhöhung der assertemperatur werden ganze Ströme umgeleitet) und was noch viel beeindruckender ist: immer mehr Hummer gehen den Fischern mit einer ungewöhnlichen Färbung ins Netz, manche Hummer haben sogar eine roten Körper und eine blaue Zange. Aber warum?

Normalerweise werden Hummer 40-60 Zentimeter lang und bis zu 6 Kilogramm schwer. Die USA hat in diesem Zusammenhang schon mal einen Rekord aufgestellt. Dort wurde der schwerste Hummer aller Zeiten gefangen mit 20,1 Kilogramm. Nun also die bunten Hummer. Im Maine State Aquarium kann man die besonderen Tierchen jetzt bestaunen.

Fressfeind weg - Farbe her

Aber warum scheinen die Verfärbungen jetzt so häufig aufzutreten?  Heinz-Dieter Franke, der am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung sagt auf Spiegel Online: "Solche Färbungen gehen auf genetische Effekte zurück", sagt Franke. "Normalerweise ist das für die Tiere nachteilig, weil sie am Meeresboden leichter zu entdecken sind. Mit dem Einbruch der Kabeljau-Bestände sinkt für die Hummer aber der Prädationsdruck." Das heißt konkret: Ist der Fressfeind weg lebt es sich ganz ungeniert und das bunteste Kleid kann angezogen werden.

Und eine ganz profane Erklärung gibt es außerdem: Forschungsinstitute für Meeresbiologie halten solche Funde heutzutage viel lückenloser fest als noch vor Jahren. Uns könnte also das Auftreten der bunten Hummer nur als Anhäufung einer Anomalie vorkommen. Und noch eine Erklärung gibt's: Seit fast jeder ein Smartphone besitzt und damit zum Beispiel am Strand fotografiert, werden die Fotos der außergewöhnlichen Scherentiere viel schneller über soziale Netzwerke um die ganze Welt geschickt.

(aba)