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Radio Hamburg

Der freie Fall des Felix Baumgartner

Aus 36 Kilometer Höhe die Schallmauer durchbrechen

New York/Wien, 08.10.2012
Felix Baumgartner

Felix Baumgartner will am Dienstag (09.10.) aus 36 Kilometern Höhe im freien Fall auf die Erde zurasen. In der Hand: ein Teil des Ballons, mit dem er in die Stratosphäre aufsteigt.

Im freien Fall will Felix Baumgartner die Schallmauer durchbrechen. Wegen zu starken Windes musste der Österreicher den Versuch auf Dienstag verschieben.

Nach einer perfekten Generalprobe für seinen Rekordsprung vom Rande der Stratosphäre hofft Extremsportler Felix Baumgartner auf gutes Wetter. Statt an diesem Montag soll die halsbrecherisch anmutende Aktion nun am Dienstag starten. Der Österreicher will in gut 36 Kilometer Höhe aus einem Ballon springen und als erster Mensch nur im freien Fall, ohne Flugzeug oder Rakete, die Schallmauer durchbrechen.

Die letzte große Probe in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) sei "wunderbar" gelaufen, sagte Andy Walshe, der beim "Red Bull Stratos"-Team für den Ablauf des Versuchs über der Absprungzone in New Mexico im Südwesten der USA verantwortlich ist. "Ein paar Mal waren wir schneller, als es der Zeitplan vorsieht, das ist wirklich beruhigend."

Im freien Fall der Erde entgegen

Bei seiner Schallmauer-Aktion wird der 43-jährige Extrem-Jumper lediglich einen Druckanzug mit Spezialhelm tragen. Baumgartner wird dabei zunächst extremer Kälte und dünner Luft und dann einem enormen Luftwiderstand ausgesetzt sein. Erst rund 1.500 Meter über dem Boden will er sein Schirm öffnen und den freien Fall abbremsen. Zu starker Wind und eine Kaltfront hatten Freitagabend zu der Entscheidung geführt, den Rekordversuch um einen Tag zu verschieben. Während der Generalprobe gingen die verschiedenen Teams bei Temperaturen um die sieben Grad und Nieselregen noch einmal geduldig alle 58 Einzelschritte des Rekordversuch durch. "So etwas ist nicht möglich, wenn du nicht vom ganzen Team Unterstützung erhältst", sagte der Extremsportler der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Kameras zeichnen den Extrem-Sprung auf

Der Heliumballon des gebürtigen Salzburgers soll der größte in der Geschichte der bemannten Luftfahrt sein. Beim Start ist er 170 Meter hoch. Der anfangs tropfenförmige Ballon wird nach dem rund dreistündigen Auftrieb in der Höhe kugelrund sein. Kameras sollen jede Phase des Experiments verfolgen. Der bisherige Höhenrekord von gut 31.300 Metern für den größten Fallschirmsprung wird vom US-Luftwaffenoffizier Joe Kittinger gehalten. Er ist jetzt Berater Baumgartners. Der 43-Jährige will neben dem Durchbrechen der Schallmauer und dem höchsten Fallschirmsprung weitere Rekorde aufstellen. Darunter die höchste Ballonfahrt mit gut 36 500 Metern, der mit fünfeinhalb Minuten längste frei Fall und die größte im freien Fall erreichte Geschwindigkeit: Mit bis zu 1.100 Stundenkilometer will Baumgartner ungebremst zur Erde rasen.

Mit dem Stream Live dabei sein

Im Internet können Sie live beim Weltrekordversuch dabei sein. Um 14 Uhr unserer Zeit soll Felix Baumgartner aus 36 Kilometer Höhe springen, vorrausgesetzt die Wetterbedingungen stimmen. Begleitet von mehreren Kameras wir der Sprung vom Sponsor Red Bull auf der Projekt-Homepage "Red Bull Stratos" übertragen.

Felix Baumgartner bereitete sich drei Jahre lang vor

Auf dieses Vorhaben bereitet sich Baumgartner seit mehr als drei Jahren unter professioneller Leitung vor. Eigentlich hatte er schon im vergangenen Jahr springen sollen und auch jetzt könnte es knapp werden. Wenn es in den nächsten Tagen nichts wird, muss der Versuch auf das nächste Jahr verschoben werden. "Es muss zeitlich alles passen, da das Wetter-Fenster so klein ist", erklärte Skydiving-Berater Luke Aikins.

Baumgartner hat seine Aktionen schon oft erfolgreich vermarktet. So flog er mit Flügeln auf dem Rücken fallend über den Ärmelkanal. 1999 sorgte er mit einem Fallschirmsprung vom Petronas Towers in Kuala Lumpur für Aufsehen. Den geplanten Stratosphären-Sprung verkauft sein Team auch als wissenschaftliches Experiment, wenngleich einige Experten an dessen Wert zweifeln.

(dpa/aba)