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Radio Hamburg

Eaten Alive

Lebendig von einer Anakonda gegessen

Washington, 08.12.2014
Anakonda

Paul Rosolie wird lebendig von einer Anakonda "gegessen". 

Paul Rosolie hatte groß angekündigt, sich lebendig von einer Anakonda essen zu lassen. Wegen zu großer Schmerzen im Arm brach er das Experiment aber ab.

Mit einem umstrittenen Schlangen-Beitrag hat der Discovery Channel in den USA Tierschützer auf die Barrikaden gebracht und Zuschauer verärgert. Protagonist Paul Rosolie hatte angekündigt, sich in einem speziellen Schutzanzug von einer Anakonda verschlingen zu lassen - dann war allerdings nur für einige Minuten zu sehen, wie sich das Reptil um seinen Körper schlang und das offene Maul anlegte. Paul brach das Experiment wegen zu großer Schmerzen im Arm vorzeitig ab. Seinem Team zufolge hatte er eine Herzfrequenz von rund 180.

Viele Gegner der Sendung

Schon vor der Ausstrahlung hatte der Beitrag für Furore gesorgt. Allein der Trailer wurde 19 Millionen Mal angeklickt. Fast 38.000 Unterzeichner einer Online-Petition wollten die Ausstrahlung stoppen. Experten bezeichneten den Versuch im Voraus als Tierquälerei und zweifelten an dessen Echtheit. Der Schlange wurde den Machern zufolge bei den Dreharbeiten im Amazonasgebiet kein Leid zugefügt, sie kam nach der Begegnung mit Rosolie frei.

Rosolie will eigenen Aussagen zufolge die Rodung des Regenwaldes bekämpfen und mit der Sendung mehr Aufmerksamkeit auf das Thema und den bedrohten Lebensraum der Anakonda lenken.

Die Reaktionen  

Enttäuschte Zuschauer beschwerten sich nach der zweistündigen Sendung auf Twitter. Der Kanal habe bei seiner großspurigen Ankündigung gelogen, meinten einige. Rosolie sei von der Anakonda vielleicht kurz gedrückt, aber keineswegs gefressen worden und habe das Tier dennoch gequält.

Ausschnitte aus der Sendung "Eaten Alive" 

(dpa/asc)

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