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Radio Hamburg

Widerliches Experiment

Norweger isst eigene Hüfte

Oslo, 27.05.2014
Norweger isst eigene Hüfte Facebook

Das ist die Hüfte, die dem Norweger Alexander Selvik Wengshoel wohl ziemlich gut geschmeckt hat.

Für seine Abschlussarbeit an der Akademie für zeitgenössische Kunst in Tromsø hat ein junger Norweger seine eigene Hüfte verspeist.

Bei dem Gedanken daran Teile des eigenen Körpers verspeisen zu müssen, stellen sich beim Großteil der Menschheit wahrscheinlich alle Nackenhaare auf. Der 25-jährigen Norweger Alexander Selvik Wengshoel hatte allerdings richtig Lust auf seine Hüfte und diese deshalb mit Kartoffelgratin und einem Glas Wein gegessen und das Ganze auf Film gebannt.

Lange Leidensgeschichte

Wenghoel kam vor 25 Jahren mit einer deformierten Hüfte zur Welt, saß im Rollstuhl, hatte ständig Schmerzen und musste deshalb eine Vielzahl von Operationen über sich ergehen lassen. Erst durch eine künstliche Metallhüfte sollte der 25-Jährigen dann die lang erhoffte Linderung bekommen. Dabei entstand dann auch die Idee zu seinem durchgeknallten Plan.

Skurrile Kunstaktion

Der Kunststudent aß sein eigenes Fleisch nämlich im Rahmen seiner Abschlussarbeit an der norwegischen Akademie für zeitgenössische Kunst in Tromsø. Vor der OP redete der Student ein Jahr lang auf seine Ärzte ein, dass er die Hüfte doch bitte als Souvenir mit nach Hause nehmen dürfe. Diese willigten schließlich ein, filmten die OP und Wenshoel konnte den herausoperierten Hüftknochen mitnehmen. Zu Hause kochte er den Knochen, schnitt das Fleisch herunter und aß es mit Kartoffelgratin und einem Glas Wein.

"Schmeckt wie Schaf"

Der norwegischen Zeitung "The Local" erzählte er, dass die Idee das Fleisch zu essen nicht von Anfang an feststand und erst später in ihm reifte, da er anfangs nur an den Hüftknochen heran wollte. "Als ich anfing, das Fleisch vom Knochen zu schaben, dachte ich plötzlich: warum nicht? Es passiert schließlich nicht jeden Tag, dass man ein Häppchen Menschenfleisch probieren kann." Auch erklärte er sehr genau, wie den der eigene Hüftknochen so schmeckt: "Es schmeckt ein bisschen wie das Fleisch eines wilden Schafs, das sich von Pilzen ernährt hat." Richtig satt wurde er allerdings nicht, viel Fleisch war nämlich nicht an der Hüfte. Trotzdem muss es wohl ziemlich "köstlich" gewesen sein.

Gemischte Reaktionen

Im Zentrum des Projekts stehet laut dem Künstler dem Künstler die Bedeutung von Schmerz. "Diese Hüfte war über 20 Jahre ein Problem für mich. Als ich sie dann vor mir hatte, konnte ich sie in etwas anderes verwandeln. Etwas Romantisches." Alles andere als romantisch sind dagegen die Reaktionen im Netz und an seiner eigenen Kunsthochschule. "Manche mögen es, manche verstehen es, manche hassen es, manche werden wirklich sauer und schreien mich an: 'Das ist keine Kunst!'" 

(san)

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