Radio Hamburg

Ratte wurde nicht erschossen

Umstrittenes Kunstprojekt beendet

Hamburg, 17.03.2015
Ratte erschießen elf Tage Projekt

Das umstrittene Kunstprojekt wurde am 17. März beendet. Die Ratte hat die Installation lebend verlassen.

Künstler Florian Mehnert wollte mit einem umstrittenen Kunstprojekt auf die Gefahr von Drohnen aufmerksam machen. Wer dieses Experiment lebend verlassen hat, lest Ihr hier.

Eine kleine Ratte fühlt sich in ihrer Box pudelwohl, sie putzt sich, isst und tobt herum. Elf Tage lang sollten User per Webcam das glückliche Leben des putzigen Tieres beobachten - und sie anschließend töten!  Denn auf der Kamera war eine Waffe angebracht, die die Besucher der Seite virtuell bewegen und schon mal das Zielen üben konnten.

Ursprünglich sollte die Waffe am 25. März scharf gestellt werden und jeder hätte auf die Ratte schießen sollen. Irgendjemand hätte es getan, ist sich Mehnert sicher.

Gefahren durch Drohnen sichtbar machen

Diese Aktion war ein Kunstprojekt, hieß "Elf Tage" und wurde ins Leben gerufen, um auf die Gefahr durch Drohnen aufmerksam zu machen. Mehnert wollte zeigen, wie leicht sich in einer anonymen Situation eine Waffe abfeuern lässt, wie leicht es Menschen fällt, im Schutz der Anonymität zu töten.

Umstrittenes Kunstprojekt beendet

Wie Florian Mehnert auf seiner Seite nun mitteilt, wurde das Projekt am Dienstagabend um 19 Uhr beendet. Die Ratte hat lebend die Installation verlassen und es war für die künstlerische Aussage des Experiments niemals vorgesehen, das Feuer auf die Laborratte zu eröffnen.
(apr / ste)

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