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Radio Hamburg

Alles Quatsch!

Widerlegte Alltags-Irrtümer, nach denen wir leben

Hamburg, 03.08.2016
Idee

Über so manche Angewohnheit aus dem Alltag kann es sich lohnen, noch einmal nachzudenken und zu hinterfragen: Kann das überhaupt sein?

Viele vermeintliche Gesetze, denen wir jeden Tag Folge leisten, entbehren in Wirklichkeit jeder wissenschaftlichen Grundlage - unsere Top-Mythen!

Sei es durch die elterliche Erziehung oder durch die beliebte Erklärungsnot-Floskel, die viel Unwissen verbreitet und schafft: "Das habe ich mal so aufgeschnappt!" - viele Regeln und Angewohnheiten verankern sich tief in unserem täglichen Handeln. Schließlich weiß doch jedes Kind schon, dass es schädlich ist, mehr als ein Ei am Tag zu essen, oder?

Ganz selbstverständlich...

Stiere hassen die Farbe rot und werden davon ganz aggressiv, richtig? Naja. Nicht ganz. Nach einer nicht allzu alten Erhebung glauben sogar unfassbare 41% der US-amerikanischen Bevölkerung noch, dass die Menschen früher einmal mit den Dinosauriern zusammen auf der Erde gelebt hätten - dabei haben Mensch und Dino sich um mehr als 60 Millionen Jahre verpasst... 

Gut zu wissen!

Klickt Euch durch unsere kleine, praktische Irrtümer-Sammlung, denn sie kann Euren Alltag erleichtern. Wie schön, dass wir uns so manche vermeintliche Regel in Wahrheit einfach sparen können!

Lebensmythen

Viel zu weit verbreiteter Alltags-Unsinn

  • "Alkohol erhöht die Körpertemperatur und hält daher warm." - Eher ist das Gegenteil der Fall. Alkohol weitet die Blutgefäße, so dass tatsächlich ein Wärmeempfinden durch verstärkte Durchblutung bei uns entsteht, insbesondere auf der Haut. Dadurch wird aber vor allem Wärme an die Umgebung abgegeben, so dass die Kerntemperatur des Körpers leicht sinkt.

  • "Nur ein Ei essen, denn Eier erhöhen das Blutfett (Cholesterin)!" - gesunde Menschen haben hier gar nichts zu befürchten, da wir bei der Aufnahme von Cholesterin mit der Nahrung einfach die körpereigene Produktion entsprechend drosseln, so dass alles ausgewogen bleibt. Für die Regulation des Spiegels haben wir zum Glück verlässliche enzymatische Mechanismen.

  • "Kaffee entzieht dem Körper Wasser." - Das ist nur im ersten Schritt richtig: Koffein hat zwar eine dehydrierende Wirkung, aber der Flüssigkeitsverlust wird durch die Wassermenge im Kaffeegetränk deutlich mehr als nur wieder ausgeglichen. Demzufolge lässt sich Kaffee auch getrost zur Tages-Flüssigkeitszufuhr zählen.

  • "Baby-Vögel darf man nicht berühren, weil sie sonst von den Eltern verstoßen werden." - Zu diesem Mythos gehört, dass das Küken dann nach Mensch riechen würde. Vielleicht würden sich Vögel sogar so verhalten - wenn sie es denn riechen könnten! Dafür ist ihr Geruchssinn allerdings viel zu schwach ausgeprägt.

  • "Öl im Nudelwasser verhindert, dass die Nudeln zusammenkleben." - Leider nein. Gießt man Öl ins Nudelwasser, setzt es sich an der Wasseroberfläche ab und kommt daher kaum überhaupt mit der Pasta in Berührung. Es kann beim Kochen lediglich das Schäumen bzw. Überkochen eindämmen.

  • "Häufiges Rasieren führt zu mehr Haarwuchs." - Spätestens im Pubertätsalter haben sich viele von uns in dem Zwiespalt erwischt, unerwünschte Haare am Körper zwar entfernen zu wollen, aber andererseits daraufhin bloß nicht noch mehr Haarwuchs an der Stelle provozieren zu wollen. Die Gefahr besteht nicht, dem Haar ist es "egal", ob es abgeschnitten wird. Es wächst dadurch nicht mehr, nicht dicker und auch nicht schneller nach.

  • "Gesalzenes Wasser kocht schneller". Wärmespeicherfähigkeit hin oder her, der Unterschied lässt sich in der Küche kaum messen und das Salzen des Wassers wird nicht zum Energiesparen dienen.

  • "Die Farbe rot macht Stiere aggressiv." - Stiere sind farbenblind. Es sind die Bewegungen des Toreros in Stierkampfarenen, die die Tiere wütend machen. Dabei könnten die Tücher auch hellpink mit gelben Punkten sein.

  • "Zahnseide senkt das Karies- und Zahnausfallrisiko!" - Zum Ausmaß der Zahnkrankheitsprävention durch Zahnseide gibt es keine belastbaren Beweise, da die Durchführung von Langzeitstudien wissenschaftlich schwierig und daher noch immer nicht erfolgt ist. Gut möglich also, dass die Zahnseide längst keine so große Rolle für die Zahngesundheit spielt, wie uns oft erzählt wird. Schaden wird sie sicher nicht, aber Forscher gehen davon aus, dass ein Reduzieren des Zuckerkonsums für die Zähne deutlich wichtiger ist, als das Benutzen von Zahnseide. Aus den jährlich erscheinenden "Dietary Guidelines for Americans" , die per US-Gesetz wissenschaftlich erwiesen sein müssen, ist die Empfehlung von Zahnseide gestrichen worden.

  • "Zucchini müssen gekocht werden, weil sie roh giftig sind." - Wer grundsätzlich Probleme mit Rohkost hat, wird sich mit roher Zucchini natürlich keinen Gefallen tun. Für alle anderen sind rohe Zucchini aber absolut unproblematisch und schon gar nicht giftig. Vorsicht geboten ist nur bei einem bitteren Geschmack: Bitterstoffe aus Kürbisgewächsen können dem Menschen sehr gefährlich werden - daran ändert Kochen übrigens auch nichts.

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