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Radio Hamburg

Cabertas Schwarzbuch der Esoterik

Kritik an Fliege, Nena, Kerkeling

Die Hamburger Sektenexpertin Ursula Caberta stellte am Dienstag (09.08.11) ihr neues "Schwarzbuch der Esoterik" im Rathaus vor.

Hamburg – Die Hamburger Sektenexpertin Ursula Caberta ist bislang bundesweit nur durch ihren unerbittlichen Kampf gegen die Scientologen bekannt – jetzt hat sie mit der Esoterik-Bewegung, die seit ein paar Jahren ein riesiges Wachstum zu verzeichnen hat, einen neuen Feind gefunden. Am Dienstag (09.08.11) stellte sie ihr neues Buch „Schwarzbuch Esoterik“ im Hamburger Rathaus vor. Da Ursula Caberta auch sonst kein Blatt vor den Mund nimmt, nennt sie bei der Präsentation gleich ein paar prominente Namen, die ihr ein besonderer Dorn im Auge sind und ihrer Meinung nach wissentlich, aber auch unwissentlich die gefährliche Szene unterstützen: Ex TV-Pfarrer Jürgen Fliege, Komiker Hape Kerkeling und Sängerin Nena.

Der ehemalige Fernseh-Pfarrer Fliege würde symptomatisch für die schlimme Entwicklung stehen, "vom evangelischen Pfarrer zum Esoteriker mutiert", so Caberta. Jürgen Fliege veranstalte in Bad Wörishofen ein „Fest für Körper Geist und Seele“, bei dem sich berühmte Deutsche etwa Katja Ebstein blicken ließen. Sogar Nikolaus Schneider, Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, soll dabei gewesen sein. Ursula Caberta echauffiert: „Da stelle ich mir dann schon die Frage, was will der Vorsitzende der EKD bei einem ‚spirituellen Woodstock‘?“.

Sängerin Nena sei ein perfektes Beispiel dafür, wie man über bekannte Gesichter die esoterische Heilslehre vermarkte. Die Sängerin selbst treibt zwar keine aktive Werbung, aber "Sie ist sympathisch und aufgeschlossen und - sehr bekannt. Das bedeutet nichts anderes als eine gute Werbung für ein individuelles spirituelles Leben." Die Esoterik-Szene dürfe sich freuen. Besser könne es für sie nicht laufen. "Nena geistert durch die spirituelle Landschaft. Sie ist das Aushängeschild der Esoterik-Anbieter",  so Caberta. In einem Interview vor zwei Jahren erzählte Nena von einer Affinität zu „Osho“ – einem Sektenführer. Er war gegen jedes Glaubenssystem und Gott sei eine Erfindung des Menschen.

Caberta betont „Ich liebe Hape Kerkeling“, aber der Komiker würde neue „Opfer“ in der esoterischen Welt produzieren, weil nach seiner Jakobs-Weg-Erfahrung mit der Formulierung „ich bin ein Buddhist  mit christlichem Überbau“ viele verunsicherte Menschen ansprechen und somit wiederrum den Esoterikmarkt ankurbeln würde.

Eben dieser würde mittlerweile in Deutschland bis zu 20 Milliarden Euro umsetzen – ein drastischer Gewinn. Eindringlich warnt Ursula Caberta vor selbst ernannten Heilern, Gurus und dubiosen Therapeuten, denn: „Eines haben sie alle gemeinsam: Sie können Menschen schädigen, gesundheitlich oder ‚nur‘ finanziell.“

Ihrer Meinung nach müssten sich Kirche und Politik  intensiver mit dem Thema beschäftigen, Regelungen für die käufliche Esoterik entwerfen und auch ein „Heilpraktikergesetz“ wäre längst fällig.