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Radio Hamburg

Ackermann-Briefbombe

Bekennerschreiben von Anarchisten

Josef Ackermann

Anarchisten haben sich laut LKA zu der Briefbombe bekannt.

Nach Angaben des LKA hat sich eine linksanarchistische Gruppe aus Italien zu der Briefbombe an Josef Ackermann bekannt.

Wiesbaden - Zu dem versuchten Briefbombenanschlag auf Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hat sich nach Angaben des Landeskriminalamtes eine linksanarchistische Gruppe aus Italien bekannt. Bei der Spurensicherung sei ein Bekennerschreiben der "FAI - Federazione Anarchica Informale" entdeckt worden, teilte das LKA am Donnerstag mit. Bei der "FAI" handele es sich um eine terroristische, linksanarchistische Organisation.
Der sprengstoffverdächtige Brief war heute in der Poststelle der Deutschen Bank geröntgt worden. Dabei wurden Drähte und Metallteile der Zündvorrichtung und des Auslösers entdeckt, berichteten Ermittler. Die Polizei wurde informiert und Experten des LKA hinzugezogen. "Das war kein Sprengstoff, weder militärischer oder gewerblicher", sagte ein Polizeisprecher. Das Pulver hätte beim Öffnen des Umschlags "aber mit Sicherheit gefährlich werden" und Verbrennungen an Hand, Gesicht und Oberkörper verursachen können. "Ziel war es, eine Person zu schädigen." Möglicherweise sei das Pulver selbst hergestellt worden, oder es stamme aus einem Feuerwerkskörper oder einer Vogelschreckpatrone.
Ackermann, der seit rund neuneinhalb Jahren an der Spitze der Deutschen Bank steht, ist einer der umstrittensten Banker Deutschlands. Doch unter Bankern, Ackermann ist unter anderem Präsident des internationalen Bankenverbandes IIF, und Politikern hat sein Wort Gewicht. Ohne Staatshilfe führte er den Dax-Konzern durch die Finanzkrise. Die Deutsche Bank habe die Mitarbeiter an all ihren Standorten informiert und die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Einzelheiten nannte er nicht.
Nach der Briefbombe war auch die Finanzmetropole New York in erhöhter Alarmbereitschaft. Es gebe aber keine spezifische Bedrohung, die damit zusammenhänge, hieß es dort. Ob sich das FBI in die Ermittlungen eingeschaltet hat, war in Deutschland zunächst unklar. Die "New York Times" berichtete in ihrem "Dealbook"-Blog, das FBI arbeite mit den deutschen Behörden zusammen. Die New Yorker Polizei verschickte eine Warnung an Wall-Street-Unternehmen, dass sie bei Paketen "besonders vorsichtig" sein sollten. Die Polizei in New York verstärkte die Sicherheit in der Finanzmetropole. Sie habe zusätzlich zu den Streifen rund um die Büros der Deutschen Bank in der Stadt 10.000 Sicherheitsleute alarmiert. (dpa)