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Radio Hamburg

Deutsche Verteidigungsminister

Eine Chronik der Affären

Rudolf Scharping Mallorca-Affäre

Mit der sogenannten Mallorca-Affäre planschte sich Rudolf Scharping aus dem Amt.

Nach dem Rücktritt von Guttenberg lohnt sich ein Rückblick auf die früheren Verteidigungsminster.

Nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg als Verteidigungsminister und der Plagiats-Affäre um seine Doktorarbeit stellt sich ganz Deutschland momentan die Frage: Hat man so was schon erlebt? Und wir können nur sagen: Ja! Und verdächtig oft ist es in den Reihen der Verteidigungsminister unseres Landes geschehen.

Eine Affäre von der Qualität eines Karl-Theodor zu Guttenberg gab es zwar noch nicht, aber weitreichend waren sie allemal. Klicken Sie sich unbedingt durch unsere Chronik der Affären von 1956 bis heute - Karl-Theodor zu Guttenberg befindet sich in illustrer Gesellschaft. Wir hatten 15 Verteidigungsminister seit dem 2. Weltkrieg – sieben von ihnen waren in schlagzeilenträchtige Geschichten verwickelt.

Verteidigungsminister in Deustchland

Chronik der Affären

  • 1962 - Franz-Josef Strauß:

    Strauß sorgte für den ersten Skandal der Nachkriegs-Geschichte. Der „Spiegel“ brachte einen kritischen Artikel über die Bundeswehr mit dem Titel „Bedingt abwehrbereit“. Die Autoren des Artikels wurden verhaftet, die Redaktionsräume des Spiegel wurden wochenlang von der Polizei besetzt. Strauß sorgte für eine Regierungskrise – denn abgesprochen war die Aktion nicht mit dem Justizminister.

  • 1978 - Georg Leber:

    Leber war beliebt bei der Bundeswehr, er wurde „Soldatenvater“ genannt. Er stürzte über den militärischen Abschirmdienst. Der hatte ohne Lebers Wissen seine Sekretärin abgehört: sie wurde verdächtigt, für die Stasi zu arbeiten. Dem war aber nicht so. Leber hatte nichts damit zu tun, verschwieg den Skandal aber im Bundestag. Erst als die Zeitschrift „Quick“ das aufdeckte, gab er es zu. Er zog die Konsequenzen und ging - gegen den ausdrücklichen Willen von Bundeskanzler Helmut Schmidt.

  • 1984 - Manfred Wörner:

    Was für eine filmreife Geschichte: der Vier-Sterne-General Günther Kießling – angeblich schwul. 1984 sorgte das für Schlagzeilen ohne Ende. Wörner entschied: der Mann muss gehen – der ist erpressbar wegen seiner sexuellen Ausrichtung. Es rauschte im Blätterwald. Beweise für Kießlings Homosexualität gab es nicht, er wurde wieder in Dienst genommen und ehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen. Wörner blieb dennoch Verteidigungsminister.

  • 1992 - Gerhard Stoltenberg:

    Er stolperte über eine umstrittene Waffenlieferung – u.a. wurden Panzer an die Türkei verscheuert. Das kam nicht gut an. Stoltenberg bekam Feuer und trat ab.

  • 2002 - Rudolf Scharping:

    Der lustigste Fehltritt eines Verteidigungsminister. Ausgerechnet der biedere Rudi, der leidenschaftliche Radfahrer, machte auf Playboy und Lebemann. Ließ sich knipsen, als er mit seiner Freundin – Kristina Gräfin Pilati-Borggreve – im Pool auf Malle herumturtelte. Kam vor allem deswegen nicht gut an, weil zeitgleich die Bundeswehr unmittelbar vor einem Einsatz in Mazedonien stand.

  • 2009 - Franz Josef Jung:

    Jung stolperte über den schlimmsten Militärschlag in der Nachkriegs-Geschichte. Im September 2009 wurden bei einem Luftangriff bei Kunduz Zivilisten getötet und verletzt. Erst als Zeitungen im November darüber berichteten, dass nicht nur Feinde getötet wurden, sondern auch Frauen, Kinder und Männer, die nichts mit Waffen und Militär zu tun haben, kochte die Sache richtig hoch. Jung beteuerte, nicht gelogen zu haben – nahm aber seinen Hut und ging.

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