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Radio Hamburg

Kachelmann-Prozess

Freispruch gefordert

Jörg Kachelmann

Kachelmanns Anwälte Johann Schwenn (links) und Andrea Combé.

Im Vergewaltigungsprozess um Jörg Kachelmann hat nun die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten.

Mannheim - Nach der Schlussrede der Staatsanwaltschaft hat nun auch die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten. Kachelmanns Anwältin Andrea Combé vermutet hinter den Vergewaltigungs-Vorwürfen der Ex-Freundin des Wettermoderators Rache und Hass. Laut Combé habe sie sich von dem Gedanken "Du hast mich vernichtet, dann vernichte ich dich auch" leiten lassen und Kachelmann somit zu Unrecht belastet. Außerdem sehe die Anwältin keinerlei Beweise, die gegen ihren Mandanten sprechen würden.
Nebenklägerin Sabine W. war während des Plädoyers im Gerichtssaal anwesend und schüttelte, laut Augenzeugen, während den Ausführungen nur still den Kopf.

"Messer ist nicht das Tatwerkzeug"

"Es gibt keine Spuren an dem Messer, die die Version der Nebenklägerin bestätigen“, äußerte sich Combé zu dem Messer, mit dem Kachelmann Sabine W. bedroht haben soll und kommt zu dem  Schluss: „Das Messer ist als Tatwerkzeug eindeutig auszuschließen.“ Auf dem Messerrücken konnten tatsächlich keine DNA-Spuren des angeblichen Opfers nachgewiesen werden, die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin vermutet, dass diese „zufällig oder bewusst“ abgewischt worden seien. Das schließt Combé allerdings aus: „Das widerspricht jeder wissenschaftlichen Erkenntnis."

Auch die Hämatome an ihren Oberschenkeln soll sich Sabine W. laut Verteidigung selbst zugefügt haben. "Wer dazu bereit ist, eine Belastung wie im vorliegenden Verfahren über sich ergehen zu lassen, ist mit Sicherheit auch dazu bereit, sich physisch erhebliche Schmerzen beizufügen", so die Anwältin. Sie reagiert damit auf die Behauptung der Staatanwaltschaft, dass es eine „natürliche Grenze, sich selbst Schmerzen zuzufügen" gäbe.

Combé hält Nebenklägerin für "kaltschnäuzig"

Die Anwältin bezeichnete die anwesende Sabine W. als "kaltschnäuzig“ und sprach ihr "schauspielerisches Talent" zu, da diese im vorangegangenen Verfahren eingestehen musste, bei ihrer Aussage auch falsche Angaben gemacht zu haben. So stand sie zum Beispiel zu einer Ex-Geliebten Kachelmanns länger in Kontakt, als sie zunächst behauptet hatte.
"Das Verhalten der Zeugin zeigt deutlich, dass sie Lügen erfinden und aufrechterhalten kann", behauptet Combé. Sie plädiert auf Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Woche zuvor vier Jahr und drei Monate Haft für Jörg Kachelmann gefordert.

Das Urteil wird für Dienstag, den 31. Mai erwartet.