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Radio Hamburg

Nach Flucht aus Psychiatrie

Taximörder geschnappt

Der Taximörder vom Bodensee entkommt aus der Psychiatrie und kann wieder gefasst werden.

Wiesloch/Heidelberg - Der Taximörder vom Bodensee ist gefasst. Die Polizei nahm den 29-jährigen Andrej W. am späten Sonntagabend (08.05.2011) in Zuzenhausen im Rhein-Neckar-Kreis fest, teilte das baden-württembergische Landeskriminalamt am frühen Montagmorgen in Stuttgart mit. Eine Polizeistreife hatte ihn gegen 22:35 Uhr erkannt, als er mit einem Fahrrad sorglos eine Straße in Richtung Ortsmitte entlangfuhr und nach kurzer Verfolgungsjagd gestellt. Nach Polizeiangaben ist Andrej W. verletzt und wird derzeit unter strenger polizeilicher Bewachung in einer Klinik in Heidelberg untersucht.

Der zu lebenslanger Haft verurteilte Straftäter war am Samstag (07.05.2011) aus einer geschlossenen Psychiatrie in Wiesloch bei Heidelberg ausgebrochen, obwohl er an den Füßen gefesselt war. Trotz Hinweisen von Bürgern war die Suche nach dem 29-Jährigen zunächst erfolglos geblieben. 50 Beamte waren am Sonntag rund um Wiesloch im Einsatz - unterstützt von Hubschraubern und Hunden. Die Suche in der Region war schwierig, weil großflächige Waldgebiete zahlreiche Verstecke bieten.

Flucht trotz hocher Sicherheitsmaßnahmen

Vor knapp einem Jahr hatte der Mann eine Taxifahrerin am Bodensee umgebracht. Eine weitere vergewaltigte und verletzte er schwer. Wegen erheblich verminderter Schuldfähigkeit wurde er im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) untergebracht. Weil der jungenhaft wirkende 29-Jährige als extrem gewaltbereit gilt, hatten für ihn höchste Sicherheitsmaßnahmen gegolten. Wie der 29-Jährige trotz Fußfessel entwischen konnte, blieb für die Ermittler zunächst unklar. Es sei nicht möglich, diese ohne spezielles Wissen zu öffnen. Die Forensik im PZN ist nach Angaben der Psychiatrie mehrfach gesichert. Meterhohe Mauern sollen Ausbruchsversuche verhindern, das Stationsgebäude und Höfe seien mit Stacheldraht gesichert gewesen.
Anfang Februar war Andrej W. wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gutachter hatte ihm schwere Persönlichkeitsstörungen, darunter krankhafte Sexualvorstellungen und Nekrophilie, bescheinigt. Unter Nekrophilie versteht man die Neigung, sich an einer Leiche sexuell zu befriedigen. Der 29-Jährige hatte zugegeben, dass er beide Frauen töten und anschließend vergewaltigen wollte. (dpa)