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Radio Hamburg

Landgericht Stade

Maskenmann gesteht drei Morde

Marin N. vor Gericht Stade 10.10.2011

Martin N. beim ersten Prozesstag im Stader Landgericht.

Martin N., auch der "Maskenmann" genannt, gesteht drei Kindsmorde vor dem Landgericht in Stade.

Stade - Der als "Maskenmann" bekannt gewordene mutmaßliche Kindermörder hat am Mittwoch vor dem Landgericht Stade drei Morde und einen Missbrauchsfall gestanden. "Ich bin entsetzt über meine Taten und empfinde tiefe Scham und Reue", heißt in einer von seinen Verteidigern verlesenen Erklärung. Weitere Missbrauchsfälle stritt der 40-Jährige ab.

Zum zweiten Prozesstag hat die Kammer unter anderem die Mutter eines der Mordopfer, des damals neunjährigen Dennis K., geladen. Der aus Bremen stammende Pädagoge soll den Jungen im September 2001 getötet haben. Er ist außerdem wegen des gewaltsamen Todes eines Dreizehnjährigen und eines acht Jahre alten Jungen sowie 20 anderen Missbrauchsfällen angeklagt. Die Polizei hatte den mutmaßlichen Serientäter im April in Hamburg geschnappt.

Martin Wichmann, der von Martin N. mißhandelt wurde, tritt als Nebenkläger auf. Er erklärt seine Gefühle während der Verhandlungen:
"Wut ist da gar nicht. Ich guck ihn an um dieses Gesicht auch im Kopf zu behalten. Dass das von damals, was mir passiert ist, dass dieser Schatten der damals da war, nun auch ein Gesicht bekommt und für mich endgültig abzuschließen ist."

Fotostrecke: Prozessauftakt in Stade (10.10.2011)