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Radio Hamburg

Neuigkeiten im Fall Lolita Brieger

Mordfall nach knapp 30 Jahren geklärt

RHH - Expired Image

Der Fall Lolita Brieger: Die Polizei wartet auf die DNA-Ergebnisse.

Schrecklicher Leichenfund auf einer Mülldeponie bei Trier nach 30 Jahren vergeblicher Suche.

Trier - 1982 verschwand die schwangere, 18-jährige Rheinland-Pfälzerin Lolita Brieger spurlos. Seit September sitzt ihr damaliger Freund wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft und schweigt. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der heute 50-jährige der Mörder seiner schwangeren Freundin ist.

Jetzt sind die menschlichen Überreste aufgetaucht

Ein Zeugenhinweis nach Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ Ende August, führte die Polizisten auf die ehemalige Mülldeponie in Nordrhein-Westfalen, wo Knochen und Kleidungsstücke gefunden wurden. Der Zeuge soll 1982 dem Täter bei der Beseitigung der Leiche von Lolita Brieger geholfen haben, welche in Folie gewickelt auf der Deponie in Frauenkron vergraben wurde. Einsatzleiter Wolfgang Schu ist sich relativ sicher, dass die nach zweiwöchiger Suche gefundenen Überreste von der jungen Frau stammen. Die Kleider stimmen mit denen, die Lolita Brieger trug, als sie zum letzten Mal lebend gesehen wurde überein. Endgültige Sicherheit liefert jedoch nur ein DNA-Test. Die Ergebnisse sollen in einigen Tagen vorliegen.

Vergleichbare Fälle in Norddeutschland

Auch bei uns im Norden gibt es ähnliche Fälle, die bis heute nicht geklärt sind. So wird die 10-jährige Hilal Ercan vermisst, seit sie am 27. Januar 1999 in einem Einkaufszentrum in der Elbgaustraße Kaugummis kaufen wollte und nie wieder gesehen wurde. Die Kassiererin ist der letzte Mensch, der sie lebend gesehen hat. Die Polizei ging jedem kleinsten Hinweis und jeder Spur nach, jedoch ohne Erfolg. Im Winter 2005 schien es, als sei der Mörder gefunden. Ein 31-jähriger, der wegen siebenfachem Kindesmissbrauchs seit 2000  in der Psychiatrie saß, schwankte ständig zwischen Geständnis und Zurückziehen der Aussage. Es waren jedoch zu viele verschiedene Versionen, die keinen Sinn ergaben, wodurch eine eindeutige Rechtssprechung bis heute nicht möglich ist. Der Chef-Ermittler Reinhard Chedor hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Täter zu finden. Bis jetzt vergeblich. Auch die Ausstrahlung des Falls in der RTL II Sendung „Ungeklärte Morde – dem Täter auf der Spur“ brachte keine weiteren Hinweise.

Die Hamburgerin Andrea Büttner, Mutter von 2 Kindern, verschwand am 13. November 1992 spurlos, nachdem ihr Exmann der letzte war, der sie lebend sah. Das Ehepaar war frisch getrennt und hatte einen harten Sorgerechtsstreit hinter sich, den Andrea Büttner gewann. Ihr Exmann durfte die Kinder regelmäßig zum Wochenende abholen. Bislang fehlt immer noch jede Spur. Die Polizei hatte Keller und Kirchengänge unter dem Mehrfamilienhaus, in dem Andrea Büttner lebte durchleuchtet und eine Grünfläche wurde teilweise umgegraben. Auch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ brachte keine näheren Erkenntnisse.

Vor 30 Jahren wurde in Cuxhaven die Leiche der 21-jährigen Swantje S. aus Neunkirchen gefunden erst 29 Jahre später wurde der vermutliche Mörder gefasst und die Staatsanwaltschaft beantragte lebenslange Haft. Hauptindiz war ein genetischer Fingerabdruck des Angeklagten am T-Shirt des Opfers. Er soll die junge Frau auf einem Abendspaziergang überfallen und mit 64 Messerstichen getötet haben. Der 50-jährige bestritt jedoch die Tat. Am Donnerstag, 04. August 2011 verwarf der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten und somit wurde das Urteil des Landgericht Stade rechtskräftig.