Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Der Papst ist in Deutschland

Besuchsauftakt in Berlin

Papstbesuch

Um 10:15 Uhr ist der Papst in Deutschland gelandet und wurde von Bundespräsident Wulff feierlich begrüßt.

Erster Höhepunkt des Papstbesuchs ist eine Rede im Bundestag.

Berlin - Papst Benedikt XVI. hat seinen ersten offiziellen Staatsbesuch in Deutschland begonnen. Bundespräsident Christian Wulff, seine Ehefrau Bettina sowie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßten das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Wulff - selbst Katholik - empfing den Papst wenig später im Garten von Schloss Bellevue. „Willkommen zu Hause, Heiliger Vater“, sagte Wulff. Das Wachbataillon der Bundeswehr ehrte den deutschen Papst bei seiner Ankunft auf dem Rollfeld mit 21 Salutschüssen. ein Treffen mit der  bekennenden Protestantin Merkel geplant.

Kritik am Papst im Bundestag

Dann wird Benedikt als erster Papst überhaupt im Bundestag sprechen. Etwa 100 der 620 Parlamentarier wollen nicht dabei sein, weil sie das Trennungsgebot von Staat und Kirche missachtet sehen. Benedikt sagte zu den Protesten und der Opposition gegen seinen Besuch: „Das ist normal in einer freien Gesellschaft.“ Dagegen sei nichts zu sagen, wenn man es denn auf zivile Weise tue. Er komme gerne. «Ich bin in Deutschland geboren, die Wurzel kann und soll nicht abgeschnitten werden», fügte er hinzu. Dies gelte auch nun, da er oberste Verantwortung für die Weltkirche trage. Benedikt ist seit 2005 Kirchenoberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken.

Große Erwartungen nach Missbrauchsfällen

Die Erwartungen an den Pontifex in seinem Heimatland sind groß. Die katholische Kirche steckt in einer tiefen Krise, wurde vom Skandal um den vielfachen Missbrauch Minderjähriger in katholischen Einrichtungen erschüttert. Viele Gläubige haben das Vertrauen in den Klerus verloren und wünschen sich Reformen. Eine Forderung ist, wiederverheirateten Geschiedenen die Teilnahme an der Kommunion zu ermöglichen.

Proteste parallel zur Papstrede

Neben Gläubigen machen sich auch Kirchenkritiker in der Hauptstadt mobil: Die Veranstalter einer Demonstration parallel zur Papstrede im Bundestag rechnen mit 20 000 Teilnehmern. Die Berliner Innenstadt gleicht einer Hochsicherheitszone. Auch an den anderen Reisezielen des Papstes gilt höchste Sicherheitsstufe.

Kosten des Papstbesuchs

Der jetzige Deutschland-Besuch bis 25. September kostet die katholische Kirche 25 bis 30 Millionen Euro. Auch Bund, Ländern und Kommunen - also dem Steuerzahler - entstehen Millionenkosten.