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Radio Hamburg

Karlheinz Schreiber

Prozess wieder aufgenommen

Karlheinz Schreiber

Karlheinz Schreibers Prozess wird neu aufgerollt.

Der Fall von Karlheinz Schreiber, dem ehemaligen Waffenlobbyisten, muss erneut aufgerollt werden.

Karlsruhe - Karlheinz Schreiber wurde vor einem Jahr wegen Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der ehemalige Waffenlobbyist 33 Millionen Euro aus Panzer- und Kampfflugzeugdeals nicht versteuert hatte. Schreibers Verteidiger gingen in die Revision. Der 77-Jährige hatte ständig alle Vorwürfe bestritten.

Bestechungsvorwurf verjährt?

1995 hatte sich Schreiber erst in die Schweiz und dann nach Kanada abgesetzt. Erst 2009 wurde er nach Deutschland abgeschoben. Karlheinz Schreiber ist einer der Schlüsselfiguren der CDU-Spendenaffäre. Außerdem müssen die Richter überprüfen, ob der Vorwurf der Bestechung des damaligen Rüstungsstaatssekretärs Ludwig-Holger Pfahls (CSU) tatsächlich verjährt ist. Die Beweisaufnahme im Fall der Bestechung könnte sich als langwierig erweisen. Die Staatsanwaltschaft muss nachweisen, dass Pfahl auch über seinen Ruhestand hinaus Gelder von Schreiber erhalten hat oder sie ihm zumindest zugedacht waren. Der Waffenlobbyist hatte dem Parteifreund mehrfach Geld übergeben, auf einem speziellen Sperrkonto lagen 3,8 Millionen Euro.