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Radio Hamburg

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen

Strauss-Kahn: Erstes Interview

Dominique Strauss-Kahn

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat sich erstmals zu den Vergewaltigungsvorwürfen im Fernsehen geäußert.

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat sich erstmals zu den Vergewaltigungsvorwürfen im Fernsehen geäußert.

Frankreich - Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich erstmals öffentlich zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn geäußert. "Was passiert ist, war (...) ein Fehler", sagte der 62-Jährige am Sonntagabend (18.09.) in einem Interview des Fernsehsenders TF1. "Es war ein moralischer Fehler, auf den ich nicht stolz bin. Ich bedauere ihn jeden Tag." Strauss-Kahn betonte jedoch, dass bei seiner Begegnung mit dem New Yorker Zimmermädchen Nafissatou Diallo weder Gewalt noch Zwang im Spiel gewesen sei. Es habe keine strafbare Handlung, sondern nur eine "unangemessene Beziehung" gegeben. "Es war ein Fehler gegenüber meiner Frau, meinen Kindern und meinen Freunden, aber auch ein Fehler gegenüber den Franzosen, die mit mir eine Hoffnung auf Wandel verbunden haben", sagte Strauss-Kahn.

Verfahren wurde eingestellt

Wie erwartet machte Strauss-Kahn keine genauen Angaben dazu, was am 14. Mai in dem New Yorker Hotelzimmer passierte. Er verneinte allerdings, dass es sich bei dem Verhältnis um bezahlten Sex gehandelt habe. Das Zimmermädchen hatte den 62-Jährigen wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt und ihm vorgeworfen, sie zu Oralsex gezwungen zu haben. Strauss-Kahn wurde festgenommen und musste drei Nächte im Gefängnis verbringen. Während der Untersuchungshaft trat er als Chef des Internationalen Währungsfonds zurück. Weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der jungen Frau gab, wurde das Strafverfahren gegen Strauss-Kahn im August eingestellt, und er konnte in sein Heimatland Frankreich zurückkehren. In New York läuft noch eine Zivilklage um Schadenersatz. Dass es einen sexuellen Kontakt zwischen dem Franzosen und der Hotelangestellten gab, ist erwiesen. Beim Vorwurf der versuchten Vergewaltigung steht allerdings Aussage gegen Aussage.

Auch in Frankreich gibt es Vorwürfe gegen ihn. Eine heute 32-jährige Autorin wirft Strauss-Kahn vor, 2003 in einer Pariser Wohnung über sie hergefallen zu sein. Die Justiz hat Vorermittlungen eingeleitet. "Ich bin als Zeuge vernommen worden", sagte er am Sonntagabend. Auch in dem Fall habe es keinerlei Aggression gegeben. (dpa)