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Radio Hamburg

Norwegischer Massenmörder

Zweites Gutachten erklärt Breivik für zurechnungsfähig

Oslo, 09.12.2016

Der norwegische Attentäter Anders Berhing Breivik hatte im Juli 2011 77 Menschen getötet. Jetzt ist er in einem zweiten Gutachten für geistig gesund erklärt worden.

Vor fast neun Monaten hat der Norweger Anders Behring Breivik 77 Menschen getötet. Mit dem ersten Gutachten des Massenmörders sind viele Norweger nicht einverstanden gewesen. Jetzt hat das zweite Gutachten dem Massenmörder eine geisitige Gesundheit bescheinigt.

Erstes Gutachten

Im ersten Gutachten war Breivik für unzurechnungsfähig erklärt worden. Die Expertise stufte den norwegischen Attentäter als psychotisch und paranoid schizophren ein. Würde die erste Einstufung der Unzurechnungsfähigkeit für den Prozess am 16. April 2012 übernommen, könnte Breivik nicht für seine Tat zur Haft verurteilt werden, sondern käme in eine geschlossene Psychiatrie. Anwälte von Überlebenden und Opferfamilien hatten sich nach der Kundgabe des ersten Gutachtens für ein weiteres Gutachten ausgesprochen. Bei dem Gerichtstermin im Februar 2012 hob Breivik seine gefesselten Hände in Richtung Zuhörer und Medien, was ein „rechtsextremistischen Gruß“ sein sollte.

Insgesamt 77 Menschen getötet

Am 22. Juli 2011 hat Breivik zuerst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel gezündet, wobei acht Menschen ums Leben kamen, und danach ein 90-minutiges Massaker auf der Insel Utøya verübt, bei dem Breivik 69 Menschen erschossen hat. Auf der Insel befand sich ein Jugendlager. Viele der Jugendlichen flüchteten ins Wasser und versuchten so zu überleben. Der 32-Jährige hatte seine Taten gestanden. Im Verhör hatte Breivik die Taten als „Grausam, aber notwendig“  eingestuft. Seine Begründung: „Gegen Marxismus, Islamisierung und Zuwanderung!“

Keine Spur von Reue

Bevor der norwegische Attentäter insgesamt 77 Menschen getötet hatte, verschickte er im Internet ein 1.500-seitiges Manifest mit rechtsradikalem Inhalt. Für eine Polizeiermittlung ist Breivik drei Wochen nach dem Massaker zurück auf die Ferieninsel Utøya gebracht worden. Er soll zwar bei der Rekonstruierung von Details gut mit den Ermittlern zusammengearbeitet haben, zeigte jedoch keineswegs Reue.