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Radio Hamburg

Schiffsunglück „Costa Concordia“

Hamburger schildern dramatische Szenen

Costa Concordia, Suche nach Vermissten

Das Hamburger Ehepaar Levin war auf der Costa Concordia.

Das Ehepaar Levin aus Hamburg Poppenbüttel war an Bord der „Costa Concordia“ und berichtet von dramatischen Szenen.

Hamburg - Das schwere Schiffsunglück vor der toskanischen Mittelmeerküste bewegt auch viele Hamburger. Das Ehepaar Levin aus Poppenbüttel ist an Bord der "Concordia" gewesen, sie verdanken ihr Leben offenbar einem peruanischen Matrosen.
 
Herr Levin, wann haben Sie gemerkt, dass etwas nicht stimmt? „Wir hatten um 21:30 Uhr den ersten Stoß, dann flackerte das Licht. Dann verging ein kleiner Moment, bevor es einen zweiten, ganz heftigen Stoß gab und das Licht ausging. Wir saßen zu dem Zeitpunkt im Restaurant auf der oberen Empore und unten flogen die Gläser und Tische durcheinander. Da wussten wir, dass es ein Problem gibt.“

Was ist dann passiert? Wir sind zu unserer Kabine gelaufen, die dunkel war. Meine Frau ist dann reingegangen um den Safe zu öffnen, damit wir unsere Dokumente bekommen. Wir haben uns etwas Warmes angezogen, weil wir ganz entfernt daran gedacht hatten, dass etwas passieren könnte. Dann haben wir unsere Schwimmwesten aus der Kabine genommen und sind auf Deck 4 zu unserem Sammelpunkt gegangen.“

Haben sich denn alle Passagiere rechtzeitig zum vereinbarten Sammelpunkt begeben? „Die Passagiere sind an Deck gegangen, lange bevor das Notsignal gekommen ist. Leider nicht alle Passagiere, denn es gab Durchsagen ‚Wir haben ein Generatorproblem‘. Die Passagiere, die sich auf diese Durchsagen verlassen haben, sind nicht zum Sammelpunkt gekommen, weil es ja auch kein Notsignal gab.“

Sie haben sich dann mit Ihrer Frau ins Freie bis zu den  Rettungsbooten vorgekämpft, was ist dann passiert? „Das Boot wollte sich nicht lösen und ein Seemann ist mit einem Hammer herausgeklettert, hat auf die Halterung eingeschlagen und dadurch versucht, das Boot zu lösen. Das ist ihm auch gelungen und das Boot ging herunter. Dabei ist der Seemann abgestürzt und gegen die Bordwand oder ins Wasser gefallen. Wir haben ihn nicht mehr gesehen.“

Haben Sie gesehen, dass der Kapitän vor Ihnen von Bord gegangen ist? „Es gab eine Ansage, die darauf hinwies, dass der Kapitän das Schiff verlassen haben könnte, weil ein Rettungsboot vorab fertig gemacht wurde. Aber ich habe nicht gesehen, dass der Kapitän vor uns vor Bord gegangen ist.“

Bislang sind elf Leichen geborgen. Unter den über 20 vermissten Menschen sind mindestens zwölf Deutsche. Der Kapitän lässt inzwischen die Version verbreiten, er sei aus Versehen in eines der Rettungsboote gefallen und hätte dann nicht mehr auf das Schiff zurückkehren können.