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Radio Hamburg

Morde bei Batman-Premiere

Mutmaßlicher Kino-Attentäter vor Gericht

Washington, 24.07.2012
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Der mutmaßliche Mörder James Holmes vor Gericht.

Am Montag musste der mutmaßliche Mörder James Holmes erstmals vor Gericht erscheinen. Ihm droht die Todesstrafe.

Wenn es um Sicherheit geht, bilden wir Deutschen uns ein, ganz weit vorne zu sein. Wir haben den TÜV, DEKRA und die Gesellschaft für technische Überwachung. Kaum eine andere Nation kauft und verkauft so gern Versicherungen - gegen Einbruch und für das Leben. Angst funktioniert hier immer. Und so verstärken auch deutsche Kinobesitzer nach den Morden in einem US-Kinokomplex in Colorado die Sicherheitsmaßnahmen für die Premiere des neuen Batman-Films. Unter anderem soll es mehr Kontrollen und Sicherheitsleute geben und keine Kostüme.

James Holmes droht die Todesstrafe

Der mutmaßliche Mörder James Holmes aus der Nähe von Denver hat am Freitag zwölf Menschen während einer Batman-Vorstellung erschossen. Montag ist er erstmals vor Gericht erschienen. Hier hat der mutmaßliche Amokschütze von Aurora geschwiegen und seine Pflichtverteidiger sprechen lassen, dem 24-Jährigen droht die Todesstrafe. Die Anklage soll laut Richter William Sylvester kommenden Montag eingereicht werden. Holmes müsse in Untersuchungshaft bleiben und darf keinen Kontakt zu Zeugen und Opfern haben. Die Staatsanwaltschaft prüft, die Todesstrafe zu fordern. Diese kann im Bundesstaat Colorado bei besonders schweren Taten verhängt werden.

Mutmaßlicher Täter wirkt teilnahmslos

Die Öffentlichkeit bekam den mutmaßlichen Todesschützen seit dem Massaker erstmals zu Gesicht, alle großen US-Fernsehsender berichteten live aus dem Gerichtssaal. Holmes erschien mit grell rot und orange gefärbten Haaren in burgunderroter Gefängniskleidung. Er wirkte teilnahmslos und benommen und hatte anscheinend große Mühe, die Augen offen und den Kopf aufrecht zu halten. Beim Aufstehen musste ihn seine Pflichtverteidigerin stützen. Er ist nach Angaben der Staatsanwältin Carol Chambers in Isolationshaft.

Chambers sagte nach der Anhörung, es könne bis zu einem Jahr dauern, bis der Prozess eröffnet werde. Es gebe eine gewaltige Menge an Beweisen, die genau geprüft würden wie in jedem anderen Fall auch. Nicht ausgeschlossen sei auch die Beantragung der Todesstrafe. Ob es dazu komme, hänge vom Einverständnis der Opferfamilien ab. Es sei eine Entscheidung, die "sich viele Jahre auf sie auswirke". Die Todesstrafe müsse innerhalb von 60 Tagen nach der Anklageerhebung beantragt werden. Sie wird in dem Bundesstaat äußerst selten verhängt.

(dpa / ste)