Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Freizügiges Fotoshooting

1.700 Nackte in München

München, 25.06.2012
1.700 Nackte in München

1.700 Menschen haben nackt für ein Fotoshooting des US-Künstlers Spencer Tunick in München posiert.

1.700 Menschen haben am frühen Samstagmorgen nackt für ein Fotoshooting des US-Künstlers Spencer Tunick in München posiert.

Nackte Kunst: 1.700 Menschen zogen am Samstag in der Münchner Innenstadt für den Fotokünstler Spencer Tunick blank. Es war der Start für die Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper. Ab Uhr früh hatten sich die Teilnehmer am Marstallplatz ausgezogen und selbst mit Körperfarbe bemalt. Die roten und goldenen Leiber formierten sich anschließend an vier verschiedenen Orten zu Elementen aus Richard Wagners "Ring des Nibelungen". Die Bayerische Staatsoper startete mit dem Projekt ihre Opernfestspiele.

Nackt bei 13 Grad

Kurz nach Sonnenaufgang um 5.15 Uhr, bei einer Temperatur von knapp 13 Grad, machte Tunick seine ersten Aufnahmen auf der Ludwigstraße mit Blick auf das Siegestor. Hunderte rote Körper formten eine Flamme, sinnbildlich für Wagners Unterwelt "Nibelheim". Einem feurigen Drachenschlund glich das Motiv auf dem Odeonsplatz. Der Max-Joseph-Platz war Treffpunkt für alle rot und golden bemalten Teilnehmer, die das Hauptmotiv bildeten - den Ring. Im prunkvollen Königssaal des Nationaltheaters stellte ein Berg aus goldenen Körpern zuletzt den angehäuften Reichtum dar.

"Das Anmalen der Körper, die Farben, die Orte und Formen - alles ist neu für mich und versetzt mich in große Aufregung", sagte der Fotokünstler. Der "Ring" ist Tunicks erste groß angelegte Aktion in Deutschland. 80 freiwillige Helfer unterstützten die Mitarbeiter von Tunick. "Ich bin glücklich, in Deutschland zu arbeiten", sagte Tunick zum Abschluss seiner Installationen. Teilnehmer aus Israel oder England seien gemeinsam mit den Deutschen ein gutes Team gewesen. "Es war eine wundervolle Erfahrung", meinte der Künstler.

Weitere Aufnahmen in Berlin, Skandinavien und Italien

Das Nationaltheater zeigt ab dem 30. Juni ein vierminütiges Video über das Münchner Shooting. Die nächsten Aufnahmen plant der Künstler in Berlin, Skandinavien und Italien. Bekannt ist der New Yorker für seine gesellschaftskritischen Nacktfotografien - tausende Menschen in natura hat er unter anderem auf einem Gletscher oder im Toten Meer sowie vor dem Opernhaus in Sydney abgelichtet. Ursprünglich hatten sich sogar 2.500 Menschen gemeldet, um hüllenlos für Tunick in München zu posieren. Etliche fehlten aber schließlich bei der Aktion. Der Künstler hatte aus Erfahrung schon damit gerechnet, dass viele seiner potenziellen Modelle kurzfristig wieder abspringen.

(dpa/lhö)