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Radio Hamburg

Mit nur 47 Jahren

Rodney King ist tot

Rialto, 18.06.2012
Rodney King

Rodney King ist in seinem Swimmingpool tot aufgefunden worden.

Die Prügelattacke weißer Polizisten auf Rodney King hatte zum Ausnahmezustand in L.A. geführt. Jetzt ist die Schlüsselfigur der schweren Rassenunruhen gestorben.

Rodney King, dessen brutale Misshandlung durch die Polizei Anfang der neunziger Jahren zu Rassenkrawallen in der US-Metropole Los Angeles geführt hatte, ist tot. Die Leiche des 47 Jahre alten Afroamerikaners sei am Sonntag auf dem Grund eines Swimmingpools gefunden worden, teilten die Behörden in Rialto (Kalifornien) mit. Die genaue Todesursache sei unklar, ein Verbrechen könne aber wahrscheinlich ausgeschlossen werden.

King: Symbol für Gewalt gegen Schwarze

Seine brutale Festnahme durch die Autobahnpolizei war 1991 von einem Amateurfilmer auf Video aufgenommen worden. Die Bilder waren wenige Tage später um die Welt gegangen. Sie zeigten, wie vier weiße Beamte King mit Schlagstöcken fast zu Tode prügelten. Die Polizisten hatten den alkoholisierten 25-Jährigen, der wegen eines Raubüberfalls auf Bewährung auf freiem Fuß war, nach einer Verfolgungsjagd gestoppt. King musste nach der Attacke fünf Stunden operiert werden. Nachdem die Polizisten 1992 von einem Gericht freigesprochen worden waren, kam es in Los Angeles zu den schwersten Rassenunruhen in der jüngeren amerikanischen Geschichte. Bei den fünftägigen Ausschreitungen starben 55 Menschen. Mehr als 2.200 wurden verletzt. Der Sachschaden betrug damals rund eine Milliarde Dollar. Zwei der Polizisten wurden später nach einem Berufungsverfahren verurteilt. Eine Geschworenen-Jury sprach sie schuldig, Kings Bürgerrechte verletzt zu haben. Der Richter verurteilte sie zu je 30 Monaten Haft und blieb damit weit unter der zulässigen Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis. Die Stadt musste King wegen der Misshandlung 3,8 Millionen Dollar (heute umgerechnet 3 Millionen
 Euro) Schadenersatz zahlen.

King war in den folgenden Jahren mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten, unter anderem wegen Drogenmissbrauchs.

(dpa)