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Radio Hamburg

Abschied mit Vuvuzelas

Großer Zapfenstreich für Christian Wulff

Nicht einmal 600 Tage war er im Amt des Bundespräsidenten, hat es aber wie kein anderer geprägt, aber auch beschädigt. Nun der Große Zapfenstreich für Christian Wulff.

Berlin, 08.03.2012

„Ich empfinde heute Bedauern, aber vor allem Dankbarkeit und Zuversicht. Dankbarkeit für wundervolle Begegnungen mit eindrucksvollen Menschen, die sich einsetzen für ihre Nächsten, ihre Umgebung, für unser Land. Hier und in der ganzen Welt.“ Mit dieser Rede beginnt Bundespräsident a.D. Christian Wulff seine Rede vor dem Großen Zapfenstreich im Schloss Bellevue.

Wulff bedankt sich bei seiner Frau

Besonderen Dank schenkt er seiner Frau Bettina, die, wie Wulff sagt, das Land in hervorragender Weise repräsentiert hat. Und Wulff? Kann er das auch über sich sagen? Seine Gedanken werden wohl sein Geheimnis bleiben, doch letztlich wird mit dem Großen Zapfenstreich nun ein Schlussstrich unter eine unsägliche Farce, die nicht nur Wulff selbst, sondern auch das Amt des Bundespräsidenten beschmutzt hat, gezogen.

Absagen und Protest

Über 160 Eingeladene blieben dem Großen Zapfenstreich Christian Wulffs fern. Vor den Toren des Schloss' Bellevue allerdings gab es eher ungebetene Gäste. Hunderte Kritiker hatten sich mit Vuvuzelas (afrikanische Tröten), Rasseln und Trillerpfeifen bewaffnet und  bliesen dem scheidenden Bundespräsidenten im wahrsten Sinne des Wortes den Marsch. Teilweise konnte das Stabsmusikkorps der Bundeswehr das Demonstranten-Getöse nicht übertönen.

Musikalischer Abschied

Der Große Zapfenstreich startete gegen 19 Uhr. Es ist eine Art militärische Ehre ohne Reden, allein mit Musik.  Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr spielte dann auf Wunsch Christian Wulffs folgendes musikalisches Programm: Zuerst der „Alexandermarsch“ von Andreas Leonhardt, dann der Song „Over the rainbow“ von Judy Garland sowie das Kirchenlied „Da berühren sich Himmel und Erde“ von Christoph Lehmann und die Ode „An die Freude“ von Ludwig van Beethoven.