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Radio Hamburg

Die Sinus-Studie verrät's

So ticken Deutschlands Jugendliche

Sinus-Studie Jugendliche 2012

Deutschlands Jugendliche müssen immer schneller zu Mini-Erwachsenen werden.

Leistungsdruck und unsichere Berufsaussichten lassen viele Jugendliche in Deutschland zu "Mini-Erwachsenen" werden - ein Ergebnis der Sinus-Studie.

Berlin, 29.03.2012

"Die 14- bis 17-Jährigen stehen unter einem enormen Druck", sagt Sinis-Studienautor Marc Calmbach. Gleichzeitig fühlen sich viele junge Menschen aus prekären Verhältnissen in Schule und Job abgehängt. "Da gibt es eine deutliche Abgrenzung aus der gesellschaftlichen Mitte nach unten", beschreibt Calmbach. Der Studie, in Auftrag gegeben von sechs kirchlichen und gesellschaftspolitischen Institutionen, liegen 72 ausführliche Tiefeninterviews zugrunde.

"Hart arbeiten und hart feiern"

Dabei zeigt sich: Bei aller Verschiedenheit schätzen fast alle jungen Leute traditionelle Werte wie Sicherheit, Pflichtbewusstsein, Familie oder Freundschaft. Aber sie tun es nicht auf traditionelle Weise, sondern leben ein
individuelles Werte-Patchwork. "Hart arbeiten und auch hart feiern, Job und zugleich Familie, sparen und sich auch etwas leisten", sagt Calmbach. Neben der übergreifenden Tendenz zeigt sich vor allem Vielfalt, die die Autoren in sieben Lebenswelten zusammenfassen. Die größten Gruppen: die pragmatische Mitte, die Erfolgs- und Lifestyle-Orientierten sowie die Spaß- und Experimentierfreudigen. Je nach Lebenswelt haben Schule, Engagement für andere oder auch Glauben einen unterschiedlichen Stellenwert. "Sinnsuche ist für viele ein Thema, aber nur noch für die wenigsten innerhalb der Kirche", resümiert Autor Peter Thomas.

Die Ergebnisse der Sinus-Studie im Überblick

Jugendliche stehen unter Druck. Sie nehmen vielfach wahr, dass…
- der Wert eines Menschen in erster Linie an seiner Leistungsfähigkeit bzw. Bildungsbiografie bemessen wird.
- es schwierig sein wird, den richtigen Zeitpunkt der Familienplanung zu erwischen – obwohl der Wunsch nach Partnerschaft und Kindern groß ist.
- man keine Zeit vertrödeln darf und früh den „richtigen“ Weg einschlagen und gleichzeitig flexibel für neue Wege bleiben muss.
- ihnen die klassischen Sozialisationsagenturen (Eltern, Schule, Kirche) oft nicht mehr das passende Rüstzeug zur Bewältigung der Alltagsherausforderungen mit auf den Weg geben können.

(Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

Dennoch: Mit Ausnahme der sozial stark Benachteiligten blickenJugendliche zuversichtlich in die Zukunft.