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Radio Hamburg

Iran baut aktuell keine Atombombe

Claus Kleber im Interview mit Ahmadinedschad

Claus Kleber Mahmud Ahmadinedschad Interview zdf heute journal 2012

Claus Kleber im Interview mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmedinedschad.

Der ZDF-Moderator Claus Kleber hat in Teheran ein Interview mit Mahmud Ahmadinedschad geführt und sprach dabei mit dem iranischen Präsidenten über dessen Nuklearpläne und die Situation der Menschenrechte im Land.

Mainz, 20.03.12
Teheran/Mainz - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den Verdacht des Westens zurückgewiesen, dass der Iran aktuell eine Atombombe baut. „Wenn Ahmadinedschad eine Bombe bauen möchte oder will, wird er das bekanntgeben“, sagte der Präsident nach ZDF-Angaben vom Montag in einem Interview des Senders über sich.

„Und er wird auch keine Angst vor jemandem haben. Und wenn wir sagen, wir bauen keine Bombe, bauen wir keine Bombe. Wir wollen, dass das Gesetz eingehalten und respektiert wird.“

Mahmud Ahmadinedschad ist gegen Atomwaffen

Spannungen sollen reduziert oder beseitigt werden

Auf die Frage, ob es ein Zugeständnis von ihm geben werde, wies der iranische Präsident auf andere Länder hin, die aus seiner Sicht für Spannungen verantwortlich sind,  wurde aber nicht konkret. „Wir waren immer dafür, die Spannungen zu reduzieren oder zu beseitigen. Die Wurzeln der Spannungen, die muss man finden. Welche Wurzeln haben diese Spannungen? Das ist Ungerechtigkeit, das ist Diskriminierung. Das sind die wahren Gründe für diese Spannungen. Dass einige Länder sich zusammensetzen und die Welt regieren wollen.“

Mahmud Ahmadinedschad: Gründe für die Spannungen

Atomprogramme werden nur für zivile Zwecke genutzt

Der Iran beteuert bisher, dass das Atomprogramm des Landes nur für zivile Zwecke genutzt wird. Der Westen verdächtigt den Iran jedoch, an einem geheimen Atomprogramm zu arbeiten.

Es gab im Interview keine Absprache

„Heute journal“-Moderator Claus Kleber, der das Interview führte, sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Inhaltliche Absprachen, was zum Beispiel zur Sprache kommt und nicht kommen darf, gab es keine. Sie haben zwar bis zum Schluss darum gekämpft, die Fragen vorher zu bekommen. Dann aber eingelenkt. Es wurden auch keine Themen ausgeklammert.“ Kleber betonte: „Wir wollten die redaktionelle Kontrolle behalten, das bedeutet ein Gespräch, bei dem man sich gegenübersitzt, das man hinterher auch bearbeiten kann. Auf ein Live-Interview konnten wir uns unmöglich einlassen.“

(dpa)

Hier können Sie sich die Folge vom 19.03.2012 inklusive des Interviews mit Klaus Kleber und Mahmud Ahmedinedschad ansehen.