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Radio Hamburg

"Wir nannten sie Löwe"

Mutter von Gerhard Schröder verstorben

Paderborn, 03.11.2012
Gerhard Schröder

„Gern hätten wir den 100. Gemeinsam verbracht“, sagte Gerhard Schröder, der sehr an seiner Mutter hing.

Am 1. November ist Erika Vosseler, Mutter von Gerhard Schröder, mit 99 Jahren in einem Pflegeheim verstorben.

Erika Vosseler hinterließ fünf Kinder aus erster Ehe und drei Kinder aus zweiter Ehe. Ihr erster Mann und Gerhard Schröders Vater Fritz fiel 1944 im Weltkrieg – als der älteste Sohn Gerhard gerade einmal ein halbes Jahr alt war.

Die "Löwenmutter"

Gerhard Schröder schreibt über seine Mutter in seinen Memoiren, die die "Bild"-Zeitung online veröffentlichte. Erika Vosseler musste nach dem Tod ihres Mannes 1944 ihre fünf Kinder allein durch den Weltkrieg bringen. Sie sei trotz der schwierigen Zeit stehts unerschütterlich optimistisch gewesen, und laut Gerhard Schröder war seine Kindheit alles andere als schlecht gewesen. Das lag vorallem an der Zuversichtlichkeit von Mutter Erika. Ihre Gutmütigkeit habe sie jedoch auch in manche Schwierigkeiten gebracht. Wenn in den späten fünfziger Jahren Warenvertreter an der Tür klingelten, kaufte sie, laut Schröder, alle möglichen angebotenen Waren und langfristigen Abonnements. Das sei ein Grund dafür gewesen, dass Schröder später Anwalt wurde. So konnte er seiner Mutter den langfristigen Ruin ersparen. Erika Vosseler heiratete nach dem Tod von ihrem ersten Mann nochmal. Mit Paul Vosseler bekam sie drei Kinder.

Die Zeit danach

Die Familie des Altkanzlers schrieb dem Bericht zufolge in der Todesanzeige: "Unsere Mutter, Schwiegermutter und Oma ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Wir nannten sie Löwe, weil sie ihr Leben lang für uns gekämpft hat.“ Gerhard Schröder soll gleich nach der Todesnachricht nach Paderborn gefahren sein und dort alle nötigen Angelegenheiten für seine Mutter geregelt haben.

(mho)