Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Trauer um TV-Sportreporter

Harry Valérien ist tot

Berlin, 13.10.2012
Harry Valérien tot

Harry Valérien ist im Alter von 88 Jahren verstorben.

Harry Valérien prägte den Sportjournalismus über Jahrzehnte und wurde als Moderator des "Aktuellen Sportstudios" für seine Hartnäckigkeit berühmt. Jetzt ist er gestorben.

Harry Valérien, einer der profiliertesten TV-Sportreporter, ist tot. Der Mitbegründer und langjährige Moderator der ZDF-Sendung "Das aktuelle Sportstudio" starb am Freitagabend im Alter von 88 Jahren. Moderatorenkollegen und Senderchefs würdigten Valérien als "Größe" und "Vorbild" im Sportjournalismus.

Harry Valérien - Ein Leben für den Sport

Wie sein Schwiegersohn Stefan Glowacz der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, war Valérien bei einem Treffen mit ehemaligen Kollegen und Skirennläufern in Oberbayern. "Auf der Rückfahrt zu seinem Wohnort am Starnberger See ist er dann im Auto eingeschlafen und an Herzversagen gestorben." Er habe als Mitfahrer mit seiner Frau und Bekannten im Wagen gesessen.

Valérien prägte über Jahrzehnte den Sportjournalismus im deutschen Fernsehen und galt als Grandseigneur der Sportreportage. Nach Beginn seiner journalistischen Laufbahn an der Deutschen Journalistenschule 1946 arbeitete er beim "Münchner Merkur" und dem Bayerischen Rundfunk, bevor der zum ZDF ging, wo er beim Sportstudio zu großer Popularität gelangte.

Große Anteilnahme bei den Kollegen

283 Mal führte der Wintersport-Experte meist in seinem Markenzeichen - bunten, häufig gelben Pullovern - durch die Sendung. Mit großem Fachwissen, Neugier und Charme begeisterte er die Zuschauer. "Ich mach' keine Reportagen auf Kosten anderer, und auchbei Interviews soll keiner als Sieger oder Verlierer den Ring verlassen", lautete sein Motto. Der Sohn eines Pressefotografen erhielt zahlreiche Preise - darunter mehrmals den Bambi und die Goldene Kamera sowie 2004 den Ehrenpreis beim Bayerischen Fernsehpreis.

Von den Winterspielen 1952 in Oslo an berichtete er mit Ausnahme von 1956 bis in die 90er Jahre als Reporter, Interviewer undKommentator von Olympia. Bei Sat.1 und Premiere stellt er in den 90er Jahren als Golf-Kommentator seine Vielseitigkeit unter Beweis. Noch bis ins hohe Alter verfolgte er an seinem Wohnort am Starnberger See, wo er mit seiner norwegischen Frau Randi lebte, Sportübertragungen. Das ZDF und der Bayerische Rundfunk (BR) trauerten um Valérien.
Auch BR-Intendant Ulrich Wilhelm betonte, Valérien sei Vorbild für eine ganze Generation von Reportern und Moderatoren gewesen. "Sein charmanter, humorvoller und publikumsnaher Stil bleibt unvergessen, ebenso wie sein Markenzeichen, der gelbe Pullover. Wir trauern um ihn."
Moderator Günther Jauch, der jahrelang für die Sportredaktion des BR arbeitete und Valériens Nachfolger beim "Aktuellen Sportstudio" war, erklärte der dpa, Valérien habe gezeigt, wie Sport im Fernsehen kompetent und unterhaltsam zu vermitteln sei.

(dpa/aba)