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Radio Hamburg

Justizskandal in Bayern

Gustl Mollath frei

Bayreuth, 06.08.2013
Gericht, Justiz, Richter, Hammer

Nach sieben Jahren wiederfährt Gusl Mollath endlich Gerechtigkeit. Er darf die Psychatrie verlassen, in die 2006 per Urteil zu Unrecht eingewiesen wurde.

Gustl Mollath wurde 2006 in die Psychatrie eingewiesen. Wie sich jetzt rausstellte offenbar zu Unrecht.

Gustl Mollath hat einen mutmaßlichen Schwarzgeldskandal einer deutschen Bank entdeckt und Beweise gesammelt. Die Justiz hat ihm aber nicht geglaubt, sondern den Beschuldigten und Gustl Mollath ist letztlich in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Das ist kurz zusammengefasst der Fall Mollath aus Bayern, der jetzt neu aufgerollt wird.

Justizskandal

Sein Hamburger Anwalt Gerhard Strate bezeichnet die Geschichte von Herrn Mollath als "Justizskandal", der die Menschen in Süddeutschland stark beunruhig. Schließlich hat Gustl Mollath wegen eines Justizfehlers sieben Jahre zu Unrecht in der Psychiatrie gesessen.

Während sich seit dem frühen Dienstagnachmittag (06.08.2013) Dutzende von Journalisten, Kamerateams, Fotografen und auch ein paar Unterstützer vor dem Bezirksklinikum versammelten, war vollkommen unklar, wann Mollath das Gelände verlassen würde. Er hatte sich zunächst mit seinem Anwalt Gerhard Strate beraten und dann darum gebeten, dass er etwas Zeit erhält, um sich auf die Entlassung vorzubreiten.

Gefälschte Urkunde

Das Oberlandesgericht Nürnberg hatte am Dienstag (06.08.2013) überraschend eine Wiederaufnahme von Mollaths Verfahren angekündigt und die sofortige Freilassung des 56 Jahre alten Nürnbergers angeordnet. Der Grund für die Wiederaufnahme, war eine gefälschte Urkunde, weswegen Mollath damals verurteilt wurde. Deshalb wurde sein Fall jetzt wieder aufgenommen.

Mollath als Opfer

Mollath war 2006 als gemeingefährlich in die Psychiatrie eingewiesen worden. Unter anderem soll er seine Frau misshandelt und Autoreifen aufgestochen haben. Mollath sieht sich dagegen als Opfer eines Komplotts seiner früheren Ehefrau und der Justiz, weil er auf Schwarzgeldgeschäfte in Millionenhöhe hingewiesen habe.

(dpa/kru)