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Radio Hamburg

Doping-Geständnis Teil 2

Armstrong fühlt sich ungerecht behandelt

Austin , 19.01.2013
Oprah Winfrey und Lance Armstrong

Lance Armstrong und Oprah Winfrey trafen sich in einem Hotel in Austin, Texas.

Im zweiten Teil des Interviews mit Oprah Winfrey kritisiert Lance Armstrong seine lebenslange Sperre.

EPO, Eigenblut, Kortison und Wachstumshormone: Lance Armstrong hat im ersten Teil seines Doping-Geständnisses alles zugegeben. Nun lässt er im zweiten Teil des Interviews auch andere Töne anklingen.

Armstrong: Lebenslange Sperre ist wie "Todesstrafe"

Im zweiten Teil seines TV-Interviews hat der geständige Dopingsünder Lance Armstrong seine lebenslange Sperre als "Todesstrafe" bezeichnet. "Ich verdiene es, bestraft zu werden, aber ich bin nicht sicher, ob ich die Todesstrafe verdiene", sagte Armstrong am Freitag (18.01.) in der TV-Sendung mit Oprah Winfrey. "Was haben andere Sportler bekommen?", fragte der ehemalige Radprofi und spielte damit - ohne den Namen zu nennen - auf Marion Jones an. Der frühere Leichtathletik-Star musste wegen zweimaligen Meineides 2008 für sechs Monate ins Gefängnis. "Ich erhalte die Todesstrafe und sie bekommen sechs Monate. Ich sage nicht, das ist unfair, aber es ist anders." Er hoffe, "irgendwann wieder an Wettkämpfen teilnehmen zu können". Im Oktober 2012 wurden Lance Armstrong seine sieben Tour-de-France-Titel aberkannt, nachdem ihm Doping nachgewiesen worden war.

"Der erniedrigendste Moment meines Lebens"

Dass er sich im Herbst von seiner gegründeten Krebsstiftung zurückzog, sei für ihn der "erniedrigendste Moment" seines Dopingskandals gewesen. Sein Rücktritt sei das Beste für die Stiftung gewesen. "Aber es hat sehr wehgetan. Sie war wie mein sechstes Kind." Nachdem er seinen Hodenkrebs besiegte, hatte Armstrong 1997 in seiner Heimatstadt "Livestrong" aufgebaut. Die gemeinnützige Organisation hat seitdem mehr als 500 Millionen Dollar an Spendengeldern gesammelt. "Ich hoffe, dass sie ohne mich überleben kann", meine Armstrong. Nachdem die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA umfangreiches Beweismaterial gegen ihn gesammelt hatte, gab er seinen Posten im Herbst auf.

Armstrong muss hohe finanzielle Verluste hinnehmen

Erstmals machte der gefallene Star Angaben über seine finanziellen Verluste. "Ich mag gar nicht daran denken, aber das war ein 75-Millionen-Dollar-Tag", sagte er in Anlehnung an den 10. Oktober 2012, als die USADA die Ergebnisse ihres Untersuchungsberichts veröffentlichte. Zahlreiche Sponsoren, allen voran Nike, hatten daraufhin die Zusammenarbeit mit Armstrong beendet. Zudem entgehen ihm künftig Einnahmen als Motivationsredner. In der Vergangenheit hatte er bisweilen sechsstellige Summen pro Auftritt kassiert.

Er hoffe, so Armstrong am Ende des Interviews, dass er künftig nicht wieder ausrutschen und vom rechten Weg abkommen werde. "Dies ist die größte Herausforderung für den Rest meines Lebens."

 

(dpa/mgä)

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