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Radio Hamburg

Nimmt Snowden Angebot an?

Weiter Rätselraten um Snowden

Caracas/Washington , 10.07.2013
Edward Snowden

Das Rätselraten um Edward Snowden geht weiter.

Venezuela fordert die USA in der Snowden-Affäre weiter heraus. Aber was macht der Geheimdienstexperte? Bisher hat er sich nicht geäußert.

Venezuelas linker Staatschef Nicolás Maduro hat dem US Geheimdienst-Spezialisten Edward Snowden erneut Asyl angeboten und ist demonstrativ auf Gegenkurs zu den USA gegangen. „Wir haben entschieden, dem jungen Edward Snowden politisches Asyl zu gewähren im Namen des unabhängigen Venezuela“, sagte Maduro am Dienstagabend bei einer Veranstaltung im Bundesstaat Agarua.

"Die Söhne Bolivars fürchten das Imperium (USA) nicht", sagte er mit Blick auf den südamerikanischen Freiheitskämpfer und venezolanischen Nationalhelden Simón Bolivar.

Nimmt Snowden Angebot an?

Derzeit ist noch unklar, ob der am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festsitzende Snowden das Asylangebot Venezuelas annimmt. Er hatte in mehreren Ländern Anträge gestellt, auch in Venezuela. Unklar ist aber, wie der 30-Jährige den Flughafen verlassen kann. Er hat derzeit keinen gültigen Reisepass und die mögliche Flugroute nach Caracas ist noch unklar. Auch die linksregierten und US-kritischen Länder Nicaragua und Bolivien hatten signalisiert, Snowden aufnehmen zu wollen. Venezuelas Opposition warf Maduro indes vor, mit dem Asylangebot von internen Problemen in dem südamerikanischen Land ablenken zu wollen.

Wie kann Snowden ausreisen?

Es gibt keinen Direktflug von Russland nach Venezuela. Deswegen wird immer wieder spekuliert, Snowden könne mit Ersatzdokumenten von Moskau aus über Havanna (Kuba) nach Caracas reisen. Die Botschaft von Nicaragua in Moskau teilte mit, das Land habe ebenfalls von Snowden einen offiziellen Asylantrag erhalten. Zuvor hatte Staatschef Daniel Ortega erklärt, dem „Whistleblower“ politische Zuflucht zu gewähren, „wenn die Umstände dies erlauben“. Neben Nicaragua und Venezuela gilt Bolivien als mögliches Asylland.

 

Sagt Obama Moskau-Besuch ab?

Russland hatte wiederholt betont, sich dem Druck der USA nicht zu beugen. Der Politologe Alexej Makarkin appellierte an den Kreml, Snowden nicht auszuliefern. „Falls US-Präsident Barack Obama seinen für September geplanten Besuch in Moskau tatsächlich wegen Snowden absagen sollte, wäre dies keine Katastrophe“, sagte Makarkin der Tageszeitung „Moskowski Komsomolez“.

In Washington sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Bernadette Meehan, der Nachrichtenagentur dpa, Obama wolle trotz des Tauziehens um Snowden im September nach Russland reisen. Moskauer Medien hatten berichtet, der Besuch sei derzeit nicht mehr sicher.

Regierungssprecher Jay Carney sagte, die USA wollten Snowden weiterhin fassen. Washington sei mit allen Ländern in Kontakt, in die er flüchten oder die er auf einer Flucht überfliegen könnte. Carney forderte Moskau erneut auf, Snowden auszuliefern. Russland lehnt dies mit Verweis auf die in den USA mögliche Todesstrafe ab.

Snowden hatte unter anderem enthüllt, dass der US-Nachrichtendienst NSA mit seinem Spähprogramm „Prism“ weltweit in ungeahntem Ausmaß die Kommunikation per E-Mail und Telefon ausspähe. Die USA suchen den IT-Spezialisten wegen Geheimnisverrats.

(dpa / ste)

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