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Radio Hamburg

Plagiatsvorwürfen gegen Lammert

Uni nimmt Doktorarbeit unter die Lupe

Berlin, 30.07.2013
Norbert Lammert, Bundestagspräsident, CDU/CSU, Pressebild, Deutscher Bundestag

Die Uni Bochum nimmt die Doktorarbeit von Norbert Lammert unter die Lupe.

Die Uni Bochum nimmt die vor knapp 40 Jahren verfasste Doktorarbeit von Bundestagspräsident Lammert unter die Lupe.

Bei den Plagiatsvorwürfen gegen Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) ist nun die Wissenschaft am Zug: Die Ruhr-Universität Bochum habe bereits ein Prüfungsverfahren in Gang gesetzt, sagte eine Sprecherin der Universität am Dienstag. Ein anonymer Blogger wirft Lammert vor, auf 42 Seiten seiner Arbeit seien Unregelmäßigkeiten zu finden. Politiker aller Parteien mahnten, keine Vorverurteilungen zu treffen.

Lammert bat um Prüfung

Nach Angaben der Universität Bochum hatte der Rektor am Montag einen Anruf von Lammert erhalten, der von den Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner Dissertation berichtet und um die Prüfung gebeten habe. "Bis zu diesem Anruf hat die Uni nichts von den Vorwürfen gewusst", sagte die Sprecherin.

Vorwürfe eines anonymen Bloggers

Unter dem Pseudonym des Plagiatsjägers der zurückgetretenen Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) wirft der anonymer Blogger "Robert Schmidt" Lammert vor, auf 42 Seiten seiner Arbeit seien Unregelmäßigkeiten zu finden. "Einen erheblichen Teil der als verwendet angegebenen Literatur hat er ganz offenbar nicht gelesen; dies wird insbesondere anhand der Übernahme zahlreicher charakteristischer Fehler aus der Sekundärliteratur deutlich", schreibt der Blogger auf der Internetseite lammertplag.wordpress.com. Der Tageszeitung "Welt" schrieb der Netz-Aktivist in einer E-Mail: "An vielen Stellen der Arbeit wird eine gedankliche Eigenarbeit nur suggeriert."

"Arbeit nach bestem Wissen & Gewissen verfasst"

Lammert hatte die Dissertation mit dem Titel "Lokale Organisationsstrukturen innerparteilicher Willensbildung - Fallstudie am Beispiel eines CDU-Kreisverbandes im Ruhrgebiet" 1974 an der Ruhruniversität Bochum eingereicht. Der Bundestagspräsident äußerte sich am Dienstag zunächst nicht. Er werde seinen nächsten öffentlichen Termin am 6. August in Bochum bei einer Wahlkampfveranstaltung wahrnehmen, gemeinsam mit Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU), hieß es aus seinem Berliner Büro. Lammert, der auch Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU ist, hatte der dpa am Montagabend auf Anfrage ausrichten lassen, er habe "seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und sei von ihrer wissenschaftlichen Qualität überzeugt". Unmittelbar nachdem ihm die Vorwürfe bekannt wurden, habe er die Ruhr-Universität Bochum um Prüfung gebeten.

(ste / dpa)

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