Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

US-Computerspezialist

Snowden will sich mit Menschenrechtlern treffen

Moskau, 12.07.2013
Edward Snowden

Edward Snowden hält sich weiterhin im Transitbereich des Moskauer Flughafens auf.

Edward Snowden hält sich noch immer im Transitbereich des Flughafens von Moskau auf. Doch langsam muss er eine Entscheidung treffen.

Der US-Computerspezialist Edward Snowden will sich noch am Freitag in Moskau mit mehreren Vertretern internationaler Menschenrechtsorganisationen treffen. Das meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf den Flughafen Scheremetjewo. Die Organisation Amnesty International bestätigte inzwischen das Treffen, das für 17.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr deutscher Zeit) geplant war.

Es wäre der erste öffentliche Auftritt des von den USA wegen Geheimnisverrats gejagten 30-Jährigen, der vor fast drei Wochen aus Hongkong nach Moskau geflogen war. Snowden hält sich seither im Transitbereich des Flughafens auf. Dort sei das Treffen mit Juristen geplant, wie der Flughafen der Agentur Interfax weiter mitteilte.

 

Snowden will sich erstmals öffentlich äußern

Er will sich demnach zu seiner internationalen Verfolgung durch die USA äußern sowie zur Kontrolle von Passagierflugzeugen, die unter anderem auf den Weg nach Kuba seien. Eingeladen seien auch Vertreter von Transparency International, Human Rights Watch (HRW) sowie von den Vereinten Nationen, hieß es. Veröffentlicht wurde auch eine Liste mit den Namen der Eingeladenen. Der Menschenrechtsbeauftragte der russischen Regierung, Wladimir Lukin, sagte, dass er bereit sei, Snowden zu treffen. Mehrere Kandidaten für die Zusammenkunft teilten mit, dass sie nicht teilnehmen könnten.

Tanja Lokschina von HRW sagte ebenfalls zu. "Wir denken, dass Snowden einen Grund hat, um Asyl zu beantragen", sagte sie. Lokschina veröffentlichte auch die Einladung Snowdens. Darin bedankt er sich für die Asylangebote mehrerer Länder und dafür, dass sie den Einschüchterungsversuchen der USA widerstanden hätten. "Sie haben den Respekt der ganzen Welt verdient", schrieb Snowden demnach. Unter anderem hatte ihm Venezuela Asyl angeboten.

Computerexperte Verurteil Verhalten der USA

Der Amerikaner hat sich bisher aber nicht geäußert, welches Angebot er annehmen will. Snowden warf den USA vor, gegen die Menschenrechte zu verstoßen, weil sie sein Asylgesuch verhindern wollten. "Das Ausmaß dieses drohenden Verhaltens ist ohne Beispiel", hieß es in dem Schreiben. Demnach verurteilte Snowden, dass das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales unlängst in Wien zu einer Zwischenlandung gezwungen war, weil mehrere EU-Staaten Überfluggenehmigungen verweigert hatten. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, Snowden sei an Bord des Flugzeuges auf dem Weg nach Bolivien. "Diese gefährliche Eskalation stellt eine Bedrohung nicht nur für die Würde von Lateinamerika oder meine persönliche Sicherheit dar, sondern für das Grundrecht jeder lebenden Person, frei von Verfolgung zu leben." (dpa/apr)

comments powered by Disqus