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Radio Hamburg

Deal der Staatsanwaltschaft

Christian Wulff: Verfahrenseinstellung gegen Geld und Geständnis

Hannover, 22.03.2013
Bundespräsident Christian Wulff

Kurz nach der beantragten Aufhebung seiner Immunität war Wulff von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetreten.

Falls Ex-Präsident Christian Wulff seine Schuld in dem laufenden Korruptionsverfahren eingesteht und eine Geldstrafe bezahlt, wird das Verfahren eingestellt.

Verfahrenseinstellung gegen Geld und Geständnis! Diesen Deal bietet die Staatsanwaltschaft Hannover Ex-Bundespräsident Christian Wulff an, melden verschiedene Medien.

Verfahren wegen Bestechlichkeit

Die Staatsanwaltschaft will das Verfahren gegen Wulff und den Filmproduzenten David Groenewold nur einstellen, wenn beide ihre Schuld eingestehen und eine Geldstrafe bezahlen. Die Staatsanwaltschaft hält beide für sogenannt "hinreichend verdächtig" und verlangt deshalb eine "Übernahme strafrechtlicher Verantwortung". Kosten soll Wulff das Ganze 20.000 - und Groenewold 30.000 Euro. Bis zum 8. April will die Staatsanwaltschaft eine Entscheidung.

Unterstützung für Groenewold-Filme

Wulff hat sich laut Anklage von Groenewold angeblich bestechen lassen. Der Vorwurf: Groenewold zahlt Wulff Hotelkosten, wofür sich Wulff bei Siemens-Chef Peter Löscher für den Groenewold-Film "John Rabe" stark macht. Die Ermittlungen gegen Wulff und den Filmproduzenten laufen seit 13 Monaten. Bis jetzt hat der Ex-Präsident alle Vorwürfe bestritten.

(tr/mho)